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Basketball
Völler-Sohn Marco positiv getestet

Sport-Stars: Das machen die Kinder der Sport-Stars
Sport-Stars: Das machen die Kinder der Sport-Stars FOTO: Screenshot Twitter
Marco Völler, Sohn von Fußball-Weltmeister Rudi Völler, ist in der Basketball Bundesliga (BBL) positiv auf Doping getestet worden. Ob er gesperrt wird, ist aber noch offen.

Eine entsprechende Meldung der "Bild am Sonntag" bestätigte Jochen Böhmcker, Anti- Doping-Beauftragter des Deutschen Basketball Bundes (DBB), dem SID. Dem 28 Jahre alten Power Forward der Giessen 46ers droht nun eine Strafe. "Ich kann mir nicht erklären, wie es passiert ist. Mit weiteren Aussagen werde ich bis zu den Verhandlungen am 1. Juni abwarten", sagte der Basketball-Profi am Sonntag Telekom-Basketball.

Nach BamS-Informationen war ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel in Getränke-Ampullen für den positiven Befund bei Völler und einem Mannschaftskollegen verantwortlich. Wer der zweite Spieler ist, wurde bislang nicht bekannt.

Nach dem Spiel bei den MHP Riesen Ludwigsburg (77:83) war Völler von den Kontrolleuren der NADA zur Probe gebeten worden. Da eine sogenannte spezifische Substanz gefunden wurde, erfolgte keine vorläufige Suspendierung, sondern ein Verfahren.

"Die Proben sind vom 11. Februar", so Völler: "Einige Wochen später habe ich erfahren, dass etwas Unerlaubtes in meinem Urin war. Bis zu den Verhandlungen versuche ich aufzuklären, worum es da geht. Und dann hoffe ich, dass es ein gutes Ende nimmt."

Ein Freispruch für die Spieler ist weiter möglich, deshalb wurde der Fall bislang nicht öffentlich gemacht. "In 50 Prozent der Fälle geht es so aus, dass es gar nichts gab", sagte Böhmcker. Erst im Falle einer Strafe wird die BBL offiziell informiert.

Völler und sein Teamkollege sollen sich freiwillig einem Bluttest unterzogen haben. Auf diesem Weg sollte nachgewiesen werden, dass beide vor dem Spiel keinerlei Drogen konsumiert hatten.

Völler spielt seit dem vergangenen Sommer in Gießen, der gebürtige Offenbacher war von Zweitligist Rockets Gotha zu den Mittelhessen gewechselt. Für die 46ers, die als Tabellenneunter knapp den Einzug in die Play-offs verpasst hatten, absolvierte Völler 32 Saisonspiele, 15-mal gehörte er zur Startformation. Im Schnitt kam der 1,99 m große Flügelspieler auf 3,2 Punkte und 1,7 Rebounds.

Erst im Januar hatte der Klub den Vertrag mit dem Sohn von Rudi Völler (57), Sportdirektor beim Bundesligisten Bayer Leverkusen, vorzeitig bis 2018 verlängert.

(sid)
 
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