Aufgalopp für Olympia-Qualifikation: Beachvolleyball: Masters-Serie geht in siebte Saison
zuletzt aktualisiert: 25.05.2000 - 13:24Hamburg (dpa/lnw). Die Volleyballer kommen in die Stadt und bringen ihren Strand mit. In Hamburg startet am Wochenende die deutsche Masters-Serie der Beachvolleyballer in ihre siebte Saison. Auf dem Heiligengeistfeld geht von Freitag bis Sonntag die deutsche Elite bei den Männern und Frauen an den Start und liefert in unmittelbarer Nähe des Millerntorstadions zum Saisonstart eine Standortbestimmung vor den entscheidenden Qualifikationsturnieren für die Olympischen Spiele in Sydney.
Bei den Männern kämpfen mit den deutschen Meistern Oliver Oetke/Andreas Scheuerpflug (Weikersheim/Freiburg), den in der Rangliste führenden Zwillingen Christoph und Markus Dieckmann (Bonn) und den routinierten Lokalmatadoren Jörg Ahmann/Axel Hager noch drei Teams um zwei Tickets nach Sydney. "Es wird sehr eng. Aber wenn wir gesund bleiben, bin ich davon überzeugt, dass wir es schaffen", sagt der fünffache deutsche Meister Ahmann (34), der mit seinem Partner Hager das Heimspiel in Hamburg noch nie gewinnen konnte. "Wir sind so gut vorbereitet wie noch nie, denn wir haben schon acht Wochen im Sand trainiert."
Ebenfalls in Hamburg zu sehen sind die Frauen-Nationalteams Maike Friedrichsen/Danja Müsch (Köln) und Ulrike Schmidt/Gudula Staub (Münster), deren Olympia-Qualifikation so gut wie feststeht. "Die Turniere in Deutschland sind für uns nur Vorbereitung, die Qualifikation für Olympia hat absoluten Vorrang", sagt Nationalspielerin Maike Friedrichsen, deren Partnerin Danja Müsch bereits 1996 in Atlanta einen siebenten Platz belegte. Die entscheidenden Punkte für Sydney müssen die besten deutschen Teams bei der World Series im Ausland machen, so dass die führenden Sandkastenspieler des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) in den kommenden Monaten nur selten bei der Masters-Serie auftreten werden.
In Hamburg geht es von Freitag bis Sonntag um 40 000 Mark Preisgeld. Der Masters-Auftakt, der schon traditionell in der Hansestadt über die Bühne geht, musste von seinem angestammten Platz bei den Deichtorhallen auf das Heiligengeistfeld umziehen. Die Organisatoren hätten allerdings lieber auf dem Rathausmarkt gespielt, doch ein künstlicher Strand, Tribünen und das Rahmenprogramm mit Diskomusik und Animation erschien den zuständigen Behörden auch in diesem Jahr als unerwünschte Zweckentfremdung des Pflasters zu Füßen des Rathauses.
Wie in den vergangenen Jahren besteht die mit 520 000 Mark dotierte Masters-Serie aus vier Großstadt-Events auf künstlichen Stränden, vier Turnieren an der Küste und den deutschen Meisterschaften Ende August, wie immer in Timmendorfer Strand. Einziger neuer Schauplatz in diesem Jahr ist die Insel Sylt (21. bis 23. Juli). Weitere Austragungsorte an Nord- und Ostsee sind Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern, sowie St. Peter Ording und die Insel Fehmarn in Schleswig-Holstein.
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