Spanier gewinnt 67. Flèche Wallonne: Belgien-Klassiker: Ullrich auf Platz 31
zuletzt aktualisiert: 23.04.2003 - 16:46Huy (rpo). Seinem sensationellen Sieg von Köln konnte Radprofi Jan Ullrich keinen zweiten hinzufügen: Bei der 67. Flèche Wallonne fuhr er auf Platz 31. Es gewann der Spanier Igor Astarloa.
Astarloa holte sich nach 195,5 km am Ende eines steilen Schlussanstiegs in Huy den Sieg und feierte damit den ersten Erfolg eines Spaniers in dem seit 1936 gefahrenen Rennen. Er empfahl sich damit auch für das fünfte Weltcup-Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich am Sonntag, bei dem auch Ullrich an den Start gehen wird.
Astarloa hängte seinen Landsmann Aitor Osa 200 m vor dem Ziel ab. Ullrich verlor bei dem schweren belgischen Klassiker mit dem Achterbahn-Profil 2:01 Minuten. Vorjahressieger Mario Aerts (Belgien), inzwischen bei Telekom unter Vertrag, spielte bei dem Rennen über insgesamt zehn Anstiege diesmal keine Rolle. Eine 16- köpfige Spitzengruppe, in der auch der Berliner Torsten Hiekmann und und der ehemalige Telekom-Veteran Udo Bölts (Heltersberg) fuhren, zersplitterte im Finale. Auf den letzten zehn Kilometer hatte sich das Führungs-Duo Astarloa/Osa gebildet.
Für Ullrich wird es am kommenden Sonntag wieder ernst, wenn er zum ersten Mal in dieser Saison an den Start eines Weltcup-Rennens geht. "Der Flèche Wallonne sollte für Jan auch ein bisschen zum trainieren sein. Mal sehen, was er am Sonntag leisten kann. Das wird ein echte Standortbestimmung", sagte sein Betreuer Rudy Pevenage. Ullrich hatte vor dem Start zum Flèche Wallonne jede Prognose für seine Weltcup- Premiere abgelehnt: "Ich fahre dabei zum ersten Mal im Wettkampf über 250 km - ich weiß nicht mal, ob ich die Distanz schaffe."
Vor dem Start in Charleroi waren am Mittwoch vier Teams einer Blut-Kontrolle unterzogen worden. Zu den getesteten Fahrern gehörte auch Ullrich. Bei keinem der kontrollierten Profis gab es Beanstandungen, teilte der Internationale Radsport-Verband UCI mit.
Der Italiener Davide Rebellin, Mannschaftskapitän im deutschen Gerolsteiner-Team, musste nach einem Sturz nach 48 km ausscheiden. Der 31-Jährige kugelte sich die Schulter aus und konnte das Rennen nicht fortsetzen. Ob Rebellin bei Lüttich-Bastogne-Lüttich an den Start gehen kann, ist nach Aussage eines Sprechers seines Rennstalls noch offen.
Den einzigen Sieg eines deutschen Rad-Profis verbuchte beim "Flèche" 1988 Rolf Gölz, bis zum Ende der vergangenen Saison Gerolsteiner-Teamchef. Den Sieg im Frauen-Rennen über 97,5 km, zum Weltcup zählend, verbuchte am Mittwoch wieder die Britin Nicole Cohen. Beste Deutsche war die Cottbuserin Trixi Worrack auf Rang 10 mit 24 Sekunden Rückstand.
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