Banghard: "Es wird alles gut": Berlin Capitals offenbar gerettet
zuletzt aktualisiert: 08.08.2001 - 19:32Berlin (rpo). Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) wird am 7. September voraussichtlich wie geplant mit 16 Clubs in die neue Saison starten. Zwei Tage vor Ablauf der Zahlungsfrist am Freitag gaben die hochverschuldeten Berlin Capitals Entwarnung. "Wir können davon ausgehen, dass die Gelder auf den Konten sind. Es wird alles gut", sagte Hauptgesellschafter Egon Banghard am Mittwoch.
Die Capitals hatten in zweiter Instanz die Lizenz für die kommende Spielzeit unter der Auflage erhalten, bis zum 10. August auf ihren Konten einen Betrag in Höhe von 10,6 Millionen Mark (etwa 5,42 Millionen Euro) nachzuweisen.
"Ich habe mit vielen privaten Gönnern, hinter denen natürlich bekannte Firmen stehen, gesprochen. Die werden uns helfen, dass der Club bis zum 10. August mehr als entschuldet ist", erklärte Banghard, der im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, als er als alleiniger Finanzier den Club am Leben erhielt, Unterstützung gefunden hat. "Es sind auch andere Gesellschafter außer mir daran beteiligt. Ich habe aber alle Verhandlungen geführt und sie vor die Wahl gestellt - Mitziehen oder Schlussmachen." Mit Erleichterung reagierte Capitals- Manager Lorenz Funk auf Banghards Ankündigung. "Jetzt können wir nach vorne schauen und planen", sagte der frühere Nationalspieler.
Obwohl die Berliner wegen der lange Zeit ungewissen Zukunft die personellen Planungen für die neue Saison nicht vorantreiben konnten und derzeit nur 13 Lizenzspieler unter Vertrag stehen, macht sich Funk keine Sorgen um eine schlagkräftige Mannschaft. "Es gibt noch genügend Spieler auf dem Markt. Die Mannschaft wird konkurrenzfähig sein, auch wenn wie vielleicht nicht so stark sein wird wie geplant", meinte der Manager.
Eine Auseinandersetzung wird es womöglich um Topstar Richard Franzen geben, der sich auf Grund der unsicheren Lage in Berlin dem Schweizer Nationalligaclub SC Bern anschloss. "Franzen hat bei uns einen gültigen Vertrag und wir geben ihn nicht frei", erklärte Funk. Der Weltverband (IIHF) soll in dem Rechtsstreit eine Entscheidung treffen.
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