Biathlon-Weltcup in den USA: Biathlon: Fischer gewinnt Massenstartrennen
zuletzt aktualisiert: 06.03.2004 - 18:33Fort Kent (rpo). Oft mäßig geschossen, nun doch gewonnen: Staffel-Weltmeister Sven Fischer hat das abschließende Massenstartrennen zum Abschluss des Biathlon-Weltcups in den USA gewonnen. Kollegin Uschi Disl unterlag im Sprint um Platz drei nur knapp.
"Ich habe zuletzt so schlecht geschossen, aber heute war es ein Traum statt eines Traumas", jubelte der Oberhofer Fischer nach seinem zweiten Saisonsieg, der zugleich der 25. Einzel-Triumph in seiner Karriere war.
Uschi Disl (Moosham), die zuvor im Skizentrum im US-Bundesstaat Maine den Sprint und das Jagdrennen gewinnen konnte, belegte eine Stunde zuvor nach einer Unaufmerksamkeit im Zielspurt nur Rang vier und ließ sich dabei noch auf der Ziellinie von Weltcup-Spitzenreiterin Liv Grete Poiree (Norwegen) abfangen. Den Tagessieg sicherte Russlands Olympiasiegerin Olga Pylewa.
"Ich freue mich riesig für den Sven, der endlich zu alter Stärke zurück findet. Das war souverän", lobte Bundestrainer Frank Ullrich seinen Routinier Fischer. Der schob sich erst durch eine fehlerfreie Leistung beim vierten und letzten Schießen auf Position zwei hinter Sergej Roschkow und hängte den Russen auf der 2,5 km langen Schlussrunde noch ab. "Ich habe gefühlt, dass ich stark genug bin und dass meine Ski durchhalten. Das gab Selbstvertrauen", meinte Fischer. Der Ruhpoldinger Ricco Groß belegte Platz sechs.
Disl: "Das ist wirklich sehr ärgerlich"
"Das ist wirklich sehr ärgerlich", schimpfte Uschi Disl nach ihrem Malheur im Zielspurt. Die 33-Jährige war dort von Liv Grete Poiree in dem Moment überholt worden, als sie schon im Gefühl des sicheren dritten Platzes in die Zuschauer winkte. "Die Betreuer haben mir doch zugerufen, dass ich genügend Luft nach vorne habe. Und plötzlich war die Liv Grete da", schimpfte Disl. "Mit Platz drei wäre ich wirklich sehr glücklich hier abgereist. Aber so..."
Uwe Müssiggang gab zu: "Da ist wohl am Ende etwas schief gelaufen. Klar, dass die Uschi sauer ist." Der Bundestrainer grummelte aber auch, weil Simone Denkinger (Gosheim) erneut die dicke Chance auf den ersten Podest-Platz ihrer Karriere mit zwei Fehlschüssen bei der letzten von vier Schießübungen vergab. Denkinger, die am Vortag zum fünften Mal im laufenden Winter Vierte geworden war, fiel vom greifbar nahen zweiten Platz auf Position 14 zurück und lief knapp hinter Andrea Henkel (Oberhof/12.) sowie Weltcup-Titelverteidigerin Martina Glagow (Mittenwald/13.) ins Ziel. Platz 15 belegte Massenstart-Vizeweltmeister Katrin Apel (Frankenhain)
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