Kanu: Boote müssen in Sydney eingefahren sein: Birgit Fischer kritisiert Experimente mit Team-Booten
zuletzt aktualisiert: 03.08.2000 - 14:35Kienbaum (dpa). Kanu-Rekord-Weltmeisterin Birgit Fischer hat am Donnerstag die zahlreichen Trainings-Experimente in der Olympia- Flotte der Damen kritisiert. "Die Boote müssen in Sydney eingefahren sein. Wenn man jetzt noch weiter herumtestet, läuft man Gefahr, den bis jetzt vorhandenen Vorteil aus der Hand zu geben", meinte die fünfmalige Olympia-Siegerin im Trainingslager Kienbaum.
Die 27-malige Weltmeisterin steht bei den Besetzungsexperimenten allerdings selbst nicht zur Disposition. "Ich fühle mich gut und habe genügend Selbstvertrauen, dass ich in beiden Booten dabei bin. Einigen anderen fehlt dieses Selbstvertrauen offenbar, deshalb jammern sie ein bisschen viel", so Birgit Fischer. Im Kajak-Zweier wurde nach ihrem dritten EM-Platz statt Katrin Kieseler (Berlin) nun auch Katrin Wagner (Potsdam) zu Birgit Fischer ins Boot gesetzt. Der Kajak-Vierer testete in verschiedenen Varianten mit den fünf für Sydney nominierten Damen.
"Das stärkste Boot wird fahren", erklärte dazu Cheftrainer Josef Capousek. Er deutete an, dass über die endgültige Besetzung erst unmittelbar vor den Olympischen Spielen entschieden werden könnte. Gar nicht einverstanden ist damit Katrin Kieseler, die im Frühjahr mit vier Siegen die nationale Qualifikation beherrschte. "Ich weiß nicht, wie die Trainer herausfinden wollen, was wirklich die schnellste Besatzung ist. Wahrscheinlich wird das bei einem Glas Bier geklärt. Ich fände es besser, wenn man jetzt schon wüsste, woran man ist", meinte die 23-jährige Hauptstädterin.
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