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Skandal um WM-Kampf
WBA fällt fragwürdige Entscheidung, Sturm verspottet Feigenbutz

Fotos: Felix Sturm - Fjodor Tschudinow
Fotos: Felix Sturm - Fjodor Tschudinow FOTO: dpa, fve
Frankfurt/Main. Boxtalent Vincent Feigenbutz (Karlsruhe) wird nach einer fragwürdigen Entscheidung des Weltverbandes WBA voraussichtlich der Chance beraubt, jüngster deutscher Weltmeister der Geschichte zu werden.

Auf Anordnung des WBA-Präsidenten Gilberto Mendoza wird demnach nicht der 19-jährige Feigenbutz gegen Supermittelgewicht-Weltmeister Fedor Tschudinow (Russland) boxen, sondern vielmehr Ex-Champion Felix Sturm (Leverkusen) einen Rückkampf erhalten.

"Wir haben einen unterschriebenen Vertrag für den WM-Kampf, das zählt", wird Chris Meyer, Geschäftsführer von Feigenbutz' Sauerland-Stall, in der "Bild am Sonntag" zitiert: "Notfalls werden wir klagen."

Die Vereinbarung beider Lager war bereits am 18. Juli unterzeichnet worden, da Feigenbutz als Interims-Champion Herausforderer Nummer eins ist. Weil aber die WBA das Punkturteil aus dem Kampf zwischen Tschudinow und Sturm – der Russe hatte im Mai mit 2:1-Stimmen gesiegt – plötzlich als "diskussionswürdig" bezeichnet, soll nun Sturm trotz zuletzt drei Pleiten eine weitere Chance erhalten.

"Ich bin total enttäuscht und stinksauer. Ich habe für den WM-Kampf schon trainiert", sagte Feigenbutz – der zu allem Überfluss noch den Spott des 17 Jahre älteren Sturm ertragen muss. "Ich verstehe die Aufregung nicht. Er soll erstmal Topleute aus der Rangliste boxen. Ich boxe seit 2003 in der Weltspitze", sagte Sturm.

(sid)
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