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Boxen
Wegner hat auch mit 74 Jahren noch Visionen

Hamburg . Auch mit 74 Jahren hat Kulttrainer Ulli Wegner noch Visionen. "Es ist ja kein Geheimnis, dass ich noch einen Schwergewichts-Champion hervorbringen will. Ich glaube, dass Kubrat Pulew mir diesen Traum erfüllen wird", sagte der Coach des Bulgaren vor dessen Kampf um den vakanten EM-Titel gegen den Briten Dereck Chisora. Für den Sieger dieses Duells in der Königsklasse am Samstag (23.15 Uhr/SAT.1) in Hamburg ist der EM-Gürtel aber nur ein Zwischenziel auf dem Weg zu einem Fight gegen IBF-Weltmeister Anthony Joshua (Großbritannien). Pulew will beweisen, dass seine krachende - und bis heute einzige - Niederlage vor zwei Jahren an gleicher Stelle gegen den damaligen Champion Wladimir Klitschko nur ein Ausrutscher war. Daran glaubt auch Wegner: "Unter meiner Führung hat sich Kubrat deutlich weiterentwickelt und wird Anfängerfehler wie gegen Klitschko nicht noch einmal begehen." Promoter Kalle Sauerland verspricht vollmundig "die seit Jahren wohl beste Schwergewichts-WM." Auch Pulews Gegner Chisora hat schon einmal im Ring die Überlegenheit eines Klitschkos anerkennen müssen, der 32-Jährige verlor 2012 gegen Wladimirs Bruder Witali. Rund um diesen Kampf zementierte er seinen Ruf als Bad Boy: Er ohrfeigte seinen Gegner, spuckte dessen Bruder Wladimir Wasser ins Gesicht und provozierte durch ein Wortgefecht mit Ex-Weltmeister David Haye ein wüste Prügelei.

(sid)
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