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Als Dank für Flüchtingsaufnahme
Boxweltmeister Charr überreicht Präsident Erdogan WM-Gürtel

Manuel Charr schlägt Alexander Ustinow
Manuel Charr schlägt Alexander Ustinow FOTO: dpa, gki
Hamburg. Boxweltmeister Manuel Charr hat dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan einen WM-Gürtel überreicht. Wie sein Management am Donnerstag mitteilte, war der in Köln lebende Syrer am Mittwoch in Ankara Gast des Präsidenten.

Erdogan sei ein großer Boxfan, sagte Charr. "Den Gürtel habe ich ihm als Dank dafür überreicht, dass die Türkei vier Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen hat. Außerdem habe ich ihn gebeten, sich für Frieden in Syrien einzusetzen." Schwergewichts-Champion Charr ist Friedensbotschafter der Boxverbände WBA und WBC.

Charr wurde als Sohn eines syrischen Vaters im Libanon geboren und kam im Alter von vier Jahren als Flüchtling nach Deutschland. "Ich habe selber erlebt, was Krieg und Vertreibung bedeuten. Deswegen ist es mir so wichtig, mich für Frieden und Freiheit einzusetzen", sagte der 33 Jahre alte Faustkämpfer.

Charr muss seinen WBA-Titel am 4. Mai in Chicago gegen den Puerto Ricaner Fres Oquendo verteidigen. Den WM-Gürtel besitzt er nach einem Sieg über der Russen Alexander Ustinow Ende November 2017.

(dpa)
 
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