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Heute Richards, übermorgen Haye
Huck träumt von großen Namen

Heute Richards, übermorgen Haye: Huck träumt von großen Namen
Marco Huck plant Aufstieg ins Schwergewicht. FOTO: AP, AP
Hamburg/Berlin (RPO). Die Zwischenstation ist 1,88 m groß, wiegt rund 90 kg und heißt Adam Richards: Wenn Box-Champion Marco Huck am Samstag in Berlin (23 Uhr/live in der ARD) gegen den Amerikaner zur Verteidigung seines WBO-Titels im Cruisergewicht in den Ring steigt, hat er eigentlich schon Größeres im Sinn. Oder besser: Schwereres. Huck will in "ein bis zwei Jahren" ins Schwergewicht aufsteigen.

"Dort sehe ich meine Zukunft", sagt Huck und beginnt, von den ganz großen Namen zu träumen: "Ich will gegen David Haye boxen. Er hat meinen Teamkollegen Nikolai Walujew geschlagen. Aber gegen mich würde er eine Überraschung erleben", verspricht der Bielefelder und legt umgehend Richtung der Klitschko-Brüder nach: "Die müssen dann als nächstes dran glauben. Erst Haye und dann die Klitschkos. Warum nicht? Einer nach dem anderen."

Ob diese vollmundigen Ankündigungen bei Hucks Trainer Ulli Wegner auf große Gegenliebe stoßen, scheint fraglich. Der Coach lebt im Hier und Jetzt. 2008 hatte sich das Erfolgsduo aber auch schon mal für einige Wochen getrennt. Huck lebte eigenen Angaben zufolge "unprofessionell" und kehrte reumütig zu seinem Mentor zurück.

"Man muss Marcos Temperament zügeln und in die richtigen Bahnen leiten", sagt Wegner: "Aber er entwickelt sich immer weiter. " So ist der Coach bemüht, den Fokus auf das Duell mit Richards zu lenken. Zumal Huck schon einmal vor einem WM-Kampf zum Höhenflug ansetzte und bei seiner ersten Titelchance 2007 sang- und klanglos gegen Steve Cunningham (USA) verlor.

Richards: "Ich schlage so hart wie ein Esel tritt"

Das darf sich nicht wiederholen, denn die Hypothek einer zweiten Niederlage wäre wohl zu groß. Für das Cruisergewicht. Für das Schwergewicht sowieso. "Marco hat sehr gut gearbeitet. Wenn er sich am Samstag an die taktische Linie hält, wird er den WM-Titel erfolgreich verteidigen - auch wenn Richards ein starker Mann ist", sagt Wegner.

"Ich schlage so hart wie ein Esel tritt. Und ich gebe immer alles, sodass sich unter mir ein riesiger Schweißsumpf bildet", sagt Richards über seinen eher ungewöhnlichen Kampfnamen "Sumpfesel". Darüber macht sich Huck lustig: "Richards sieht nicht nur aus wie ein Esel, er verhält sich auch so. Er hat keine Chance gegen mich."

Neben Huck steigt am Samstag auch Alexander Powetkin in den Ring. Der russische Schwergewichtler ist Pflichtherausforderer von IBF- und WBO-Champion Wladimir Klitschko, der am 20. März in Düsseldorf zunächst auf den Amerikaner Eddie Chambers trifft. Um sein Herausfordererrecht nicht zu gefährden, benötigt der in 18 Kämpfen noch ungeschlagene Powetkin einen Sieg gegen den Mexikaner Javier Mora.

(SID/chk)
 
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