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Boxen
Käpt'n Huck verspricht K.o.-Spektakel

Marco Huck - Ola Afolabi
Marco Huck - Ola Afolabi FOTO: dpa, gki wst
Am Samstag muss Weltmeister Marco Huck liefern: Nur eine erfolgreiche Titelverteidigung gegen Europameister Dmytro Kucher eröffnet dem IBO-Champion die Chance auf einen WM-Kampf in einem der großen Verbände.

Huck hat das lange Warten satt. "Nach endloser Vorbereitung will ich mir den Frust rausboxen", sagt der deutsche Box-Weltmeister mit entschlossener Miene und verspricht für seine Rückkehr in den Ring am Samstag (ab 22.30 Uhr/RTL) ein wildes Spektakel: "Jeder weiß, dass ein K.o. quasi vorprogrammiert ist, wenn Huck boxt."

Die Sprüche vor seiner Titelverteidigung gegen Dmytro Kucher sitzen, nun muss der 32-jährige IBO-Champion im Cruisergewicht auch mit den Fäusten liefern. Huck weiß: Nur ein Sieg in Hannover eröffnet ihm bald die Chance auf einen WM-Kampf in einem der großen vier Verbände. "Ich bin bereit", sagt Huck.

Die schmerzhaften Erinnerungen an den Spätsommer 2015 sind beim früheren Kickbox-Europameister noch immer präsent. An jenen verhängnisvollen Tag im August, dem Tiefpunkt seiner Karriere, als Huck in New Jersey seinen WBO-Gürtel nach sechs Jahren und 13 erfolgreichen Titelverteidigungen an den Polen Krzysztof Glowacki verlor.

Seit der krachenden K.o.-Niederlage in den USA hat sich einiges getan im Leben des gebürtigen Serben. Unter dem Motto "Huck Reloaded - Born to win!" kämpft Huck (43 Kämpfe/39 Siege, 27 davon durch K.o.) seitdem unverdrossen für ein Comeback im Konzert der Großen - und der Rahmen stimmt schon mal: Ein Vertrag mit RTL sorgt für ordentlich Reichweite, der im Februar erkämpfte WM-Titel im verhältnismäßig unbedeutenden IBO-Verband zumindest für einen kleinen Hingucker auf dem Weg zurück in die absolute Weltspitze.

"Das vergangene Jahr war eines der erfolgreichsten für mich - persönlich und beruflich", sagt Huck, der sich inzwischen selbst vermarktet, rückblickend: "Ich komme mit der Huck Sports Promotion GmbH immer mehr nach vorne, und als ich im Februar wieder Weltmeister wurde, haben die Fans mir gezeigt, wie sehr sie weiter hinter mir stehen und sich mit mir gemeinsam freuen."

Prominente Unterstützung erhält Huck am Samstag in Hannover von Wladimir Klitschko. Der Besuch des Ex-Champions, der vor einem Jahr alle Weltmeistertitel im Schwergewicht verloren hatte, sorgt für zusätzliche Motivation. "Er ist eine Legende", sagt Huck, der 2012 selbst mal ganz dicht vor der Schwergewichts-Krone gestanden hatte, seinen WM-Kampf gegen Alexander Powetkin seinerzeit aber knapp nach Punkten verlor.

Ein ähnliches Szenario schließt "Käpt'n Huck" diesmal aus. Zwar warnt er vor den Qualitäten seines ukrainischen Herausforderers ("Er ist ein sehr guter Puncher, der richtig gut hauen kann"), doch an einer erfolgreichen Titelverteidigung lässt er keinen Zweifel. "Keiner kann es eigentlich riskieren, einmal für's Bier holen rauszugehen, weil sehr schnell alles vorbei sein kann", sagt Huck.

Huck ist heiß. Heiß auf ein Comeback auf ganz großer Bühne.

(sid)
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