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Rückkampf-Option gezogen
Wegner wettert: "Klitschko-Blamage und Fury wie ein Komiker"

Ulli Wegner wettert über Kampf von Wladimir Klitschko und Tyson Fury
Ulli Wegner FOTO: dpa, jew hpl
Kult-Trainer Ulli Wegner hat schwer ausgeteilt und Schwergewichts-Boxer Wladimir Klitschko nach dessen Niederlage im WM-Kampf gegen Tyson Fury scharf attackiert. Derweil erklärte Klitschko selbst, dass er die Option auf einen Rückkampf mit Fury gezogen habe.

"Der Kampf war für mich eine riesige Enttäuschung. Nicht weil Klitschko verloren hat, sondern wegen der Art und Weise seiner Niederlage", sagte Wegner im Interview mit Spox. Klitschko indes gelobte vier Tage nach der einstimmigen Punktniederlage Besserung für den Rückkampf, der wohl im Mai im Londoner Wembley-Stadion stattfinden soll: "Ich konnte zu keiner Phase mein Potenzial abrufen, und das will und werde ich im Rückkampf ändern", versprach der Ex- Weltmeister der Verbände WBO, WBA und IBF.

Wegner meinte, Klitschko sei bei seiner Niederlage am Samstag in Düsseldorf nie in der Lage gewesen, den Kampf zu gestalten. "Fury hat ihn mit seinem Zirkus komplett durcheinandergebracht. Er hatte ja zwischenzeitlich beide Hände hinter dem Rücken, hat Klitschko veräppelt, und trotzdem geht dieser da nicht rein und schlägt ein paar Hände. Absolut unverständlich", wetterte Wegner.

Der für den Berliner Boxstall Sauerland arbeitende Wegner bezeichnete den Kampf als riesengroßen Rückschritt. "Das war so schrecklich, dass es nicht nur für Klitschko eine Blamage war, sondern eine für das Schwergewicht und sogar den gesamten Boxsport. Und das Schlimmste daran: Fury bekommt für solch eine Leistung auch noch vier Gürtel. Das zieht das Boxen so richtig runter", meinte Wegner. Fury heimste durch seinen Sieg auch den Gürtel des unbedeutenden IBO-Verbandes ein.

Der 73 Jahre alte Wegner wunderte sich über die Passivität des Titelverteidigers. "Fury ist nun wahrlich kein Mann, der eine Ausnahme darstellt - speziell nicht, wenn man sich seine boxerischen Mittel anschaut. Er tritt im Ring auf wie ein Komiker und boxt auch so", meinte Wegner, der auch Klitschkos Trainer Jonathon Banks von der Kritik nicht aussparte: "Für Klitschko ist Banks nur ein Handlanger und das ist das Schlimmste, was passieren kann."

Klitschko - Fury: der Kampf FOTO: dpa, ve

Wegner, der unter anderem Weltmeister Arthur Abraham betreut, bezeichnete den Kampf als Armutszeugnis für das Boxen. "Klitschko stand im Ring, als würde er sein Geld verwalten wollen. Er hat nichts riskiert. Überhaupt nichts", schimpfte Wegner und meinte: "Ich habe jedenfalls noch nie einen so schlechten Weltmeisterschaftskampf erlebt."

(sid)
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