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Box-Weltmeister verliert seine Titel in Düsseldorf
Wladimir Klitschko: "Der Fighter ist noch in mir"

Klitschko - Fury: der Kampf
Klitschko - Fury: der Kampf FOTO: dpa, ve
Düsseldorf. Die Niederlage gegen Tyson Fury nagte sichtbar an Wladimir Klitschko. Der entthronte Box-Weltmeister wirkte im Presseraum der Esprit-Arena immer noch überrascht, schließlich stehen Niederlagen im Hause Klitschko nicht gerade an der Tagesordnung. Der im Vertrag verankerter Rückkampf macht Klitschko jetzt Mut. Und Weihnachten.

"Wladimir Klitschko, nach neuneinhalb Jahren haben Sie Ihre WM-Gürtel an Tyson Fury verloren.Woran hat es gelegen?"

Wladimir Klitschko: "Ich habe mich gut gefühlt, war fit und bereit. Aber die Schnelligkeit hat gefehlt. Er war unglaublich flink für seine Größe, ich nicht. Auch die Reichweite hat eine Rolle gespielt. Ich habe meine Schläge nicht anbringen können. Ich konnte nicht richtig treffen, trotz aller Versuche. Mir fehlte die richtige Distanz."

Klitschko - Fury: Runde für Runde

"Welche Fehler haben Sie gemacht?"

Klitschko: "All diese. Aber: Falsch war, dass ich verloren habe. Das ist das Hauptproblem."

"War das Ihre Schwäche oder die Stärke Ihres Gegners?"

Klitschko: "Beides. Ich gratuliere Tyson Fury, er hat das hervorragend gemacht und ist der verdiente Sieger. Er war besser als ich. Keine Frage. Ich hatte Probleme, zu meinem Stil zu finden."

Klitschko - Fury: Pressestimmen FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO

"Wie war die Taktik? Sie wirkten ratlos. Welche Ansagen kamen aus Ihrer Ecke?"

Klitschko: "Ich wusste, dass ich hinten liege, ich wusste, dass ich einen Knockout brauche. Besonders in der letzten Runde. Nach dem Kampf war ich mir dann sicher, dass ich es nicht geschafft habe."

"Tyson Fury hat harte Treffer gesetzt. Sie sehen ziemlich lädiert aus."

Klitschko: "Ich habe mein Gesicht im Spiegel gesehen. Ich war erschrocken. Das sieht nicht vernünftig aus."

Fury präsentiert seine neuen Gürtel FOTO: afp, PST/dec

"Teil des Kampfvertrages war ein Rückkampf. Wird es diesen geben?"

Klitschko: "Auf jeden Fall. Wie die Fortsetzung aussieht, werden wir bald berichten. Wann, wo, wie – dafür ist es momentan zu früh. Es geht weiter. To be continued..."

"Sie sind 39 und nicht mehr Weltmeister. Ihre Karriere zu beenden, kommt nicht infrage?"

Klitschko: "Es ist außergewöhnlich, nicht in der Haut des Siegers zu stecken. Ich habe verloren, aber der Fighter ist noch in mir."

"Was werden Sie in den kommenden Tagen tun? Wie schalten Sie ab, wie verarbeiten Sie die Niederlage?"

Klitschko: "Die nächsten Tage? Sie werden besser. Meine Familie ist das Wichtigste in meinem Leben. Ich freue mich, meine kleine Familie wiederzusehen, auf den ersten Geburtstag meiner Tochter – und auf den Advent und Weihnachten."

(can/sid)
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