French Open: Burgsmüller ausgeschieden
zuletzt aktualisiert: 03.06.2001 - 00:31Paris (rpo). Der letzte im Tunier verbliebene deutsche Spieler, Lars Burgsmüller (Foto), ist gegen den Spanier Galo Blanco (Foto unten) ausgeschieden. Der 25-jährige Mühlheimer verlor auf Außenplatz zwei mit 5:7, 2:6, 3:6. Nur im ersten Satz, als er bereits 5:2 führte, hatte er eine kleine Chance.
18 deutsche Profis (zehn Männer, acht Frauen) traten zum größten Sandplatzturnier der Welt an, keiner erreichte die zweite Woche - die schlechteste Bilanz seit 1982, als nur Andreas Maurer im Achtelfinale stand. Ob Tommy Haas oder Nicolas Kiefer, ob Anke Huber oder Barbara Rittner - sie alle hatten eine große Chance, aber sie konnten sie nicht nutzen. "So etwas darf nicht passieren", lautete danach der einhellige Tenor.
Andre Agassi hat mit Mühe das Achtelfinale bei den French Open der Tennisprofis in Paris erreicht. Der 1999 in Paris erfolgreiche Australian-Open-Sieger gewann am Samstag mit 6:3, 2:6, 6:1, 6:3 gegen den Brasilianer Fernando Meligeni. Der Halbfinalist von 1999 leistete aber erheblichen Widerstand. Agassi trifft nun auf den Australier Wayne Arthurs oder den Franzosen Nicolas Coutelot.
Das deutsche Tennis liegt am Boden, Lars Burgsmüller stemmte sich immerhin gegen das Aus. 5:2 führte der 92. der Weltrangliste, der sich zuvor noch nie für die French Open qualifizieren konnte, im ersten Satz, nur zwei Bälle fehlten ihm zum Teilerfolg. Doch dann schenkte er Galo Blanco mit einem Doppelfehler das Rebreak zum 5:4 - von da an dominierte der 24-jährige Spanier, der in Runde zwei den 13-maligen Grand Slam-Sieger Pete Sampras (USA) gestürzt hatte und 1997 schon mal im Viertelfinale stand, klar das Spiel.
Nach 1:54 Stunden schenkte Burgsmüller mit einem Doppelfehler beim zweiten Matchball Galo Blanco den Sieg, mit enttäuschter Miene ging der Verlierer vom Platz. Zum Trost blieb dem Schützling von Trainer Dirk Hordorff ein Preisgeld von 56.000 Mark und die Bestätigung, zum zweitenmal in seiner immerhin schon acht Jahre dauernden Profi-Karriere die dritte Runde eines Grand Slams erreicht zu haben. Bei den Australian Open 2001 verlor er glatt gegen den Briten Greg Rusedski, diesmal glatt gegen Galo Blanco, der in der ersten Runde schon seinen Teamkollegen Rainer Schüttler in vier Sätzen ausgeschaltet hatte.
"Ich hätte lieber gegen Pete Sampras gespielt", hatte Burgsmüller schon vor dem Match zugegeben. Gegen den siebenmaligen Wimbledonsieger, dem die French Open noch nie gewinnen konnte, hätte er vielleicht eine Überraschung schaffen können, gegen den Sandplatz-Spezialisten Blanco reichten seine spielerischen Mittel einfach nichts aus. Vor allem der Aufschlag ließ Burgsmüller in den entscheidenden Momenten immer wieder im Stich.
Der an Nummer zwei gesetzte US-Open-Sieger Marat Safin ist bei den French Open ausgeschieden. Gegen den Franzosen Fabrice Santoro verlor der Tennisprofi aus Russland am Samstag in Paris in der dritten Runde mit 4:6, 4:6, 6:4, 6:0, 1:6. Laufwunder Santoro hatte zuletzt beim Turnier der Masters-Serie in Hamburg bereits den US-Amerikaner Andre Agassi entnervt.
Nur eine große Favoritin strauchelte am sechsten Tag der French Open. Die Spanierin Conchita Martinez, immerhin Vorjahres-Finalistin gegen die diesmal verletzte Französin Mary Pierce und an Nummer acht gesetzt, verlor überraschend gegen Cara Black (Zimbabwe) 6:3, 3:6, 4:6. Dagegen erreichten die Amerikanerinnen Serena Williams mit einem 6:1, 6:2-Sieg über Barbara Rittner-Bezwingerin Zsofia Gubacsi (Ungarn) und Australian Open-Siegerin Jennifer Capriati (6:3, 6:1 gegen Mirjana Lucic/Kroatien) ohne Probleme das Achtelfinale.
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