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Hockenheim
BWM-Fahrer Wittmann wieder Meister in der DTM

Wittmann jubelt über den zweiten Titel
Wittmann jubelt über den zweiten Titel FOTO: dpa, jai
Hockenheim. Audi-Pilot Mortara gewinnt das 18. und letzte Saisonrennen, bleibt aber vier Punkte hinter seinem Rivalen zurück.

Marco Wittmann aus Markt Erlbach zeigte nach seinem zweiten Titelgewinn in der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) Größe und gratulierte dem unterlegenen Edoardo Mortara (Italien) noch aus dem Auto heraus. Auf der Ehrenrunde setzte er seinen BMW neben den Audi-Fahrer und reckte den Daumen nach oben. "Wir haben großen Respekt voreinander", sagte der 26-Jährige wenig später. Zwei und mehr Titel konnten sich nur noch Klaus Ludwig, Bernd Schneider, Mattias Ekström und Timo Scheider sichern.

Mortara, am Vortag Dritter hinter Audi-Pilot Miguel Molina (Spanien) und Wittmann, gewann auf dem Hockenheimring das 18. und letzte Saisonrennen, kam aber nur noch bis auf vier Punkte an den Rivalen heran. Der steuerte seinen BMW auf Platz vier und belohnte sich nach einer konstanten Saison mit dem zweiten Titel nach 2014. Mit der Kritik, dass dieser wegen der vor der Saison gemachten Zugeständnisse einen Beigeschmack habe, konnte er nichts anfangen. BMW hatte ein niedrigeres Ausgangsgewicht und einen breiteren Heckflügel als die Konkurrenz. "Ich fühle mich als verdienter Meister. Ich war der einzige BMW da vorne", betonte Wittmann.

Hinter Mortara, dessen Wechsel zu Mercedes noch nicht offiziell bestätigt ist, kamen seine künftigen Markenkollegen Christian Vietoris und Paul Di Resta gestern auf die Plätze zwei und drei und sorgten damit für ein versöhnliches Saisonende für den Autobauer aus Stuttgart. Denn Mercedes wurde auch in der Herstellerwertung nur Dritter. Audi gewann vor BMW und konnte auch die Team-Wertung mit Abt für sich entscheiden.

Für Wittmann ist die Meisterschaft die Krönung einer erneut souveränen Saison. Nur dreimal blieb der Franke ohne Punkte - inklusive der Disqualifikation von Budapest. In drei Vierteln seiner 56 DTM-Rennen kam er in die Top Ten. Seine Quote für beendete Wettfahrten ist mit 96 Prozent noch beeindruckender.

Am Start standen Wittmann und Mortara in Reihe drei direkt nebeneinander. Wittmann kam gut los. Mortara dagegen fiel noch vor der ersten Kurve zurück auf Rang acht. Innerhalb weniger Runden stürmte der Italiener an die Spitze. Auch Wittmann, der zwischenzeitlich geführt hatte, konnte ihn nicht halten. Doch im Wissen, dass auch ein fünfter Rang noch für den Titel reichen würde, konzentrierte er sich darauf, seinen Platz zu halten. Allerdings wäre auch das fast schief gegangen, weil die starken Vietoris und di Resta nach dem Pflichtboxenstopp an Wittmann vorbeifuhren. Letztlich konnte sich der Bayer auf seine BMW-Markenkollegen Timo Glock, Maxime Martin und Tom Blomqvist verlassen, die ihm den Rücken freihielten.

(dpa/sid)
 
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