Langer nur fünf Schläge zurück: Cejka knapp geschlagen
zuletzt aktualisiert: 26.08.2001 - 20:52Gleneagles/Akron (rpo). Der Triumph war zum Greifen nahe. Am Ende verpasste Alexander Cejka den Sieg bei der Scottish PGA Championship nur um einen Schlag. Paul Casey durfte sich stattdessen den Pokal plus Siegerscheck abholen.
Bernhard Langer präsentierte sich in den USA parallel zu dem europäischen PGA-Tour Wettbewerb in Topform. Sieben Tage vor der Nominierung des europäischen Ryder-Cup-Teams bei der BMW Open in München lag Langer nach drei Runden in Akron mit 204 Schlägen (68+67+69) vor der Finalrunde beim WGC/NEC Invitational fünf Schläge hinter dem US-Spitzenduo Jim Furyk (197) und Tiger Woods (199).
So dicht wie in Schottland war Cejka nach seinem Hattrick von 1995 selten an einem Erfolg dran. Für die "sanfte Landung" des Familienvaters mit Wohnsitz in Prag wurde noch mit 342.976 Mark (175.361 Euro) belohnt. Der 24-jährige Casey kassierte für seinen ersten Sieg als Profi auf der Tour gleich 514.449 Mark. Cejka verwies im Schlussspurt den Engländer David Howell (277-70+71+66+70) noch auf Rang drei.
Am Samstag noch in Führung, lief am Sonntag das Spiel von Beginn an gegen Cejka, der sich auf den ersten fünf Löchern gleich zwei Bogeys leistete. Aber auch Casey unterliefen Konzentrationsfehler, so dass die Führung auf der letzten Runde ständig wechselte. Die im Vergleich zum Vorjahr um 150 Prozent aufgestockte Gesamtdotierung von umgerechnet 3,3 Millionen Mark erhöhte den Druck zusätzlich auf die Kontrahenten. Als Casey am 12. und 14. Loch jeweils ein Bogey gelang, Cejka aber nur Par spielte, war die Vorentscheidung gefallen.
"Beim Putten wäre noch mehr drin gewesen"
"Schade, mein Spiel hatte endlich wieder Stabilität. Mit etwas mehr Glück beim Putten wäre noch mehr drin gewesen. Es wird auch Zeit, dass mir endlich mein vierter Tour-Sieg nach fünfjähriger Pause gelingt", wiederholte Cejka seine Samstagsrede. Die übrigen deutschen Teilnehmer waren am Halbzeit-Cut (144) gescheitert. Erol Simsek (Bad Salzuflen) schied nach 148 (73+75) Schlägen an 112. Stelle und Sven Strüver (Hamburg) nach 151 (76+75) Schlägen als 132. aus. Thomas Gögele (Semlin) musste wegen einer schmerzhaften Nackenzerrung schon nach 13 Löchern der ersten Runde aufgegeben.
Langer steuerte dagegen in Akron weiter auf Ryder-Cup-Kurs, da das mit fünf Millionen Dollar (5,464 Millionen Euro) dotierte Turnier im Firestone GC auch für die Punkteliste der europäischen Tour zählt. Die besten zehn der europäischen Rangliste qualifizieren sich direkt für das Match der Kontinente gegen die USA Ende September in Birmingham/England. Der Anhausener belegt zur Zeit Platz neun in der Rankingliste und könnte in Ohio weiter Boden gut machen.
Mit vier Birdies vom 8. bis 11. Loch bestätigte Langer auf der 3. Runde seine Konstanz der vergangenen Wochen. Aber ein Doppel-Bogey am 13. sowie zwei verlorene Schläge am 15. und 16. Grün kosteten dem Deutschen eine noch bessere Ausgangsposition für das Finale. Die Birdies am 17. mit einem Putt aus 13 Metern und knapp drei Metern am letzten Loch registrierte Langer nur noch mit Gleichmut: "Die vier Birdies am Stück waren verheißungsvoll, aber der Doppel-Bogey hat mich stark aus dem Rhythmus gebracht."
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