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Nach dem Champions-League-Aus
ZDF setzt künftig verstärkt auf Sportpolitik im Programm

Übersicht: Das kosten die TV-Rechte der Bundesliga seit 1965
Übersicht: Das kosten die TV-Rechte der Bundesliga seit 1965 FOTO: dapd, dapd
DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch fordert die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender nach dem Verlust der Champions-League-Rechte zum Umdenken auf. Das ZDF hat Nach dem Aus im Poker um die Rechte an der Fußball-Champions-League ab 2018 bereits Änderungen an seiner Programmstruktur angekündigt.

"Das ZDF wird weiter in interessante Sportrechte investieren, wenn sie auf dem Markt sind", sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann unserer Redaktion. "Wir schauen, wie wir sportpolitische Themen stärker im Programm platzieren können und auch andere Sportarten – wie zum Beispiel Triathlon – aufscheinen lassen."

DOSB-Vize Schneeloch erklärte auf Anfrage unserer Redaktion: "Ich kann nur hoffen, dass das ZDF die dadurch eingesparten TV-Gelder stattdessen in die verstärkte Berichterstattung über die vielen attraktiven Sportarten von Handball über Basketball bis Eishockey investieren wird".

Am Vortag war bekanntgeworden, das sich der Bezahlsender Sky die exklusiven Fernsehrechte an der Champions League von der Saison 2018/19 an gesichert hat. Das ZDF war im Bieterverfahren leer ausgegangen.

Schneeloch kritisierte, dass der olympische Spitzensport "trotz vieler großartiger Leistungen bekanntlich im Fernsehen - und damit auch bei den benötigten Sponsoren - leider eine immer untergeordnetere Rolle" spiele.

 
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