Davis Cup: "Geht einigermaßen": Chancen auf Haas-Einsatz steigen
zuletzt aktualisiert: 04.04.2001 - 19:54s'Hertogenbosch (rpo). Die Chancen auf einen Einsatz von Thomas Haas im Daviscup-Viertelfinale gegen die Niederlande steigen von Tag zu Tag. Am Mittwoch trainierte der 23 Jahre alte Hamburger erstmals voll mit und schützte sich dabei mit einer Bandage gegen seine Verletzung am linken Knöchel.
"Es geht einigermaßen. Heute würde ich nicht spielen, aber wir haben ja noch bis Freitag Zeit. Das Timing war nicht so gut, nachdem ich eine Woche nicht gespielt habe", sagte Haas in s'-Hertogenbosch. Am Abend absolvierte Haas ein ehrgeizig geführtes Trainingsmatch gegen David Prinosil, der außer seinem Einsatz im Doppel auch eine Alternative für das Einzel ist.
Der deutsche Kapitän Carl-Uwe Steeb kündigte für Mittwochabend ein Gespräch mit der Mannschaft an. Danach wird er entscheiden, welches Aufgebot er am Donnerstag vor der Auslosung bekannt gibt. Steeb kann sich bis eine Stunde vor der Zeremonie um 12.00 Uhr Zeit lassen. "Der Heilungsprozess bei Haas verläuft gut", betonte er erneut. Für das Einzel gesetzt ist Nicolas Kiefer, im Doppel wird auf jeden Fall Prinosil spielen. Außerdem sind Jens Knippschild als Alternative für das Doppel und Rainer Schüttler als potenzieller Haas-Ersatz dabei.
"Die Stimmung im Team ist gut, es kann eigentlich losgehen", betonte Kiefer. Die deutsche Mannschaft verfolgte am Dienstag, am 23. Geburtstag von Haas, den 1:0-Sieg von Bayern München in der Champions League bei Manchester United. Kiefer geht davon aus, dass der leicht angeschlagene Sjeng Schalken sowie Raemon Sluiter die Einzel auf Seiten der Gastgeber bestreiten.
Schalken leidet jedoch ebenfalls an einer Fußverletzung und soll in jedem Fall das Doppel mit Routinier Paul Haarhuis bilden. Außerdem gehört Jan Siemerink zum Aufgebot. "Der Einsatz von Schalken ist noch nicht völlig sicher. Sluiter hat gegen Spanien bewiesen, dass er den großen Erwartungen genügen kann", sagte Kapitän Tjerk Bogtstra vor der Partie in der 9000 Zuschauer fassenden Brabant-Halle. Die Niederländer hatten in der ersten Runde Cupverteidiger Spanien überraschend 4:1 bezwungen. Bereits damals hatte der ehemalige Wimbledon-Sieger Richard Krajicek wegen einer Ellenbogenverletzung gefehlt.
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