Doping:: China weist Vergleiche mit der DDR zurück
zuletzt aktualisiert: 16.06.2000 - 14:52Peking (sid). Die chinesische Sportführung hat Vergleiche mit den Dopingmachenschaften in der ehemaligen DDR scharf zurückgewisen und den Kritikern Doppelmoral vorgeworfen. "Die DDR und China hatten nur den Kommunismus als gleiche Staatsform", sagte Shi Kang Cheng, Leiter des staatlichen Anti-Doping Programms in Peking.
China sei zu unrecht in die Dopingsdiskussion geraten: "Andere Staaten betreiben eine Doppelmoral, weil sie mit den eigenen Athleten zu lax umgehen." Shi versicherte, das China niemals ein systematisches Doping betrieben habe, sondern immer entschieden gegen Vergehen vorgegegangen sei. Die chinesische Regierung würde das Problem sehr ernst nehmen: "Wir können nicht ausschließen, dass es Dopingvergehen geben wird, aber dahinter steckt kein System."
Auf die anhaltende Kritik aus dem Ausland hatte zuletzt im Mai der chinesiche Schwimmverband reagiert und angekündigt, jeden Dopingfall nach dem internationalen Standard zu ahnden.
Chinas Schwimmerinnen dominierten 1994 die Asienspiele, ehe sieben von ihnen des Dopings überführt wurden. Weitere vier Chinesen wahren während der WM 1998 in Perth positiv getestet worden. Chinas Nationaltrainer war den australischen Zollbeamten aufgefallen, als er Wachstumshormone einzuschmuggeln versuchte. Zudem wurden allein 1999 zehn weitere Schwimmer und Trainer der Volksrepublik wegen Dopingvergehens gesperrt.
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