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Aachen
CHIO: Schwierige Titelverteidigung

Aachen. Was Wimbledon fürs Tennis ist, ist Aachen für den Reitsport. Dort liegt der heilige Rasen im Innenraum der Arena, die mit 40.000 Zuschauern zu den größten Reitstadien der Welt gehört. Wie der Centre Court in Wimbledon wird das Stadion nur wenige Tage genutzt. Jeweils im Hochsommer ist es Austragungsort der Wettbewerbe beim CHIO. Den Rest des Jahres bleibt die Traditionsstätte allerdings leer, um den wertvollen Rasen zu schützen, der bei dem zehntägigen Turnier extremen Belastungen ausgesetzt ist.

Zwar sind es noch rund 230 Tage bis zur nächsten Ausgabe (14. bis 23. Juli), doch die Vorbereitungen laufen bereits, sagt Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins, der das Turnier ausrichtet. Dabei liegt die Messlatte hoch: Dieses Jahr kamen knapp 350.000 Zuschauer an den zehn Tagen. 403 Sportler aus 29 Nationen und 540 Pferde kämpften um insgesamt 2,7 Millionen Euro Preisgeld. Und Prominente wie das schwedische Königspaar sorgten für Glanz.

Besonders für die deutschen Reiter war das Turnier ein voller Erfolg. Sie gewannen in den Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit sowie im Voltigieren. Und die Springreiter von Bundestrainer Otto Becker konnten erstmals seit 2008 den Nationenpreis für sich entscheiden - eine Verpflichtung für 2017. "Wir wollen den Titel verteidigen. Aber es ist unglaublich schwer, in Aachen zu gewinnen", sagt Becker. Dass der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum nach den Spielen in Rio zurückgetreten ist, macht die Aufgabe nicht leichter. "Das ist ein großer Verlust für uns", so der Bundestrainer. Zudem werde die Konkurrenz im nächsten Jahr, in dem weder Olympische Spiele noch Weltmeisterschaften stattfinden, besonders groß sein, sagt Meulenbergh.

Neben Spitzensport soll es wieder ein buntes Rahmenprogramm geben. Der Kartenverkauf ist nach Angaben der Veranstalter gut angelaufen, die Tickets für die beliebtesten Prüfungen werden allerdings schon langsam knapp.

(joh)
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