DEG gewinnt in Wilhelmshaven wieder 1:0: Das dritte zu Null gegen die Norddeutschen
zuletzt aktualisiert: 21.02.2000Düsseldorf (RP). Die Serie von Peter Franke gegen den EC Wilhelmshaven-Stickhausen hielt, und das bedeutete gestern drei Punkte für die DEG in der 2. Eishockey-Bundesliga. Zum dritten Mal in diesem Jahr blieb der 31-jährige Keeper gegen die "Jadehaie" ohne Gegentor. Gestern gewann die DEG 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) - mit demselben Resultat also wie im letzten Vorrundenspiel an gleicher Stelle (2. Januar). Fünf Tage später hatte die DEG mit Franke die erste Begegnung der Meisterrunde an der Brehmstraße gegen diesen Gegner mit 3:0 für sich entschieden.
Die Wilhelmshavener, in den letzten Wochen gerade gegen Spitzenmannschaften sehr erfolgreich, konnten gestern abend nur eine bessere Notbesetzung aufs Eis schicken. Am Freitag in Bad Nauheim hatte es in einem Skandalspiel Strafen über Strafen gegeben, die sich auf die gestrige Begegnung auswirkten. Nur - mit einem solchen Rumpfteam hatte die DEG schon einmal ihre Probleme gehabt. Besser gesagt: Sie hatte sich gegen eben jenen EC Bad Nauheim bis auf die Knochen blamiert (1:6). Eine Fehlleistung, die schließlich Trainer Jesse Panek den Job kostete.
So legte dessen Nachfolger Gerhard Brunner großen Wert auf engagiertes und sicheres Spiel, wobei er seine Ankündigung wahr machte und tatsächlich vier Angriffsreihen ins Spiel brachte. Die Hoffnung dabei: Mit personeller Übermacht sollte das Fähnlein der letzten Aufrechten beim Gegner mit zunehmender Spielzeit zerrieben werden. Verzichten mussten die Düsseldorfer allein auf Chad Biafore, während Andreas Brockmann wieder ins Team zurück gekehrt war.
Frühzeitig ging die DEG in Front; Alexander Herbst musste von der Strafbank mit ansehen, wie die Düsseldorfer ihre Überzahl nutzten. Über Fabian Brännström und Rafael Jedamzik kam die Scheibe zu Viktor Gordiouk, der mit einem Schrägschuss den Finnen Iro Itämis im Tor überwand.
Sollte dies auch ein Zeichen für wiedergewonnene Spielstärke des Russsen sein? Im zweiten Drittel bekam der 29-jährige Angreifer seine beste Chance in diesem Spiel. Er scheiterte allerdings mit einem Penalty an Itämis, der sich nicht verladen ließ. Zupp hatte auf Strafschuss entschieden, weil ein Wilhelmshavener Abwehrspieler die Scheibe im Torraum absichtlich mit seinem Körper blockiert hatte. Der Finne im Kasten der "Jadehaie" wuchs gestern abend wieder einmal über sich hinaus, machte auch Chancen von Boris Lingemann und Sergej Sorokin zunichte. Auf der anderen Seite drohte Franke die größe Gefahr von Ilja Zachenkov, dessen Schüsse er dann allerdings doch entschärfen konnte. Wenig ansehnlich auch das letzte Drittel, in dem die DEG ihre Konter nicht erfolgreich abschloss und sich am Ende gegen Überzahl wehren musste; Itämies war vom Eis gefahren.
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