Tennis: Haas hat den Durchbruch noch nicht geschafft: "Das ganze Jahr ging es hoch und runter"
zuletzt aktualisiert: 16.11.2000 - 12:32Paris (dpa). Thomas Haas hat auch im seinem vierten Profi-Jahr den ganz großen Durchbruch nicht geschafft. Nach dem Zwischenhoch in Sydney verabschiedete sich der Olympia-Zweite beim letzten Turnier der Masters-Serie in Paris schon in der 2. Runde mit 5:7, 4:6 gegen Sebastien Grosjean unspektakulär in die Weihnachtsferien. Wie schon vor zwei Wochen bei der Erstrunden-Niederlage in Stuttgart war der Franzose einfach zu stark für den auf der Zielgeraden der Saison wieder schwächelnden gebürtigen Hamburger. Der 22-Jährige verpasste am späten Mittwochabend in der französischen Hauptstadt die große Chance, seinen Rivalen Nicolas Kiefer als deutsche Nummer 1 doch noch abzulösen.
"Es war das Ende eines schwierigen Jahres mit vielen Verletzungen und Krankheiten. Immer wenn ich anfing, gut zu spielen, kam etwas dazwischen. Das ganze Jahr ging es hoch und runter. Ich muss mich jetzt ausruhen", zog der Weltranglisten-23. sein Fazit. In seiner Wahlheimat Florida will er sich nun von den Strapazen erholen, um 2001 einen neuen Anlauf zu unternehmen: "Ich möchte wieder in die Top Ten."
Haas, der in jungen Jahren "immer an Boris Becker dachte", hat in dieser Saison sein Potenzial genauso wie Kiefer wieder nicht ausgespielt. Die beiden hochtalentierten Jungstars verpassten die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Lissabon recht klar. Im Fall Haas vielleicht, weil sein unbestreitbar großes Talent bisher ausreichte, um richtig viel Geld zu verdienen und dabei auch noch berühmt zu werden.
"Ich hatte eigentlich kaum richtig große Herausforderungen. In meiner Karriere verlief alles sehr glatt, und ich habe nie bezweifelt, dass ich es schaffen würde. Und um mich waren immer Menschen, deren Einstellung sehr positiv und motivierend war, wie Nick Bollettieri und mein Vater, der mir sehr nah steht. Insoweit hatte ich es leicht", übte er sich in einem Interview in den Tagen vor Paris in Selbstzufriedenheit.
Wenn ein Film über Haas, der in seiner wechselhaften
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