Sieg gegen Hernych: Dauerregen in Stuttgart - Popp im Achtelfinale
zuletzt aktualisiert: 17.07.2002 - 20:00Stuttgart (rpo). Nach 24 Stunden Dauerregen ist den Veranstaltern des mit 500.000 Dollar dotierten ATP-Turnier am Weissenhof in Stuttgart der Zeitplan gehörig durcheinander geraten. Tennis wurde zwischendurch trotzdem gespielt: Alexander Popp zog ins Achtelfinale ein.
Popp trifft im Achtelfinale der mit 475 000 Dollar dotierten Veranstaltung auf den an Nummer acht gesetzten Spanier Tommy Robredo, der sich gegen Bohdan Ulihrach (Tschechien) 6:4, 6:2 durchsetzte. Am Abend kapitulierten die Veranstalter vor dem schlechten Wetter und brachen - wie bereits am Vortag - die Spiele ab.
Auch eine gut zweistündige Unterbrechung nach dem gewonnenen ersten Satz brachte den 25-jährigen Popp nicht aus dem Konzept. "Die Pause passte mir gar nicht, aber mein Gegner kam das ganze Spiel nicht in den Rhythmus", sagte Popp. Nach Lars Burgsmüller (Essen) ist der Rasen-Spezialist der zweite deutsche Spieler in der Runde der letzten 16. Noch bevor Rainer Schüttler (Bad Homburg) seine Erstrundenpartie gegen Alberto Martin (Spanien) fortsetzen konnte, übernahm der Regen zum wiederholten Male die Regie. Der an Nummer eins gesetzte Tscheche Jiri Novak setzte sich gegen den Spanier Rubens Ramirez Hidalgo 3:6, 6:0, 6:2 durch.
Das Wetter bereitete den Veranstaltern auch am Mittwoch Kopfzerbrechen. Bevor Titelverteidiger Gustavo Kuerten am Nachmittag den Center Court betrat, öffnete der Himmel erneut seine Schleusen. Seit Beginn des 86. Weissenhof-Turniers war ein geregelter Spielbetrieb durch die anhaltenden Regenfälle kaum möglich. Die Veranstalter sind mit dem Zeitplan nicht nur in Zeitverzug, sondern längst in Terminnöte geraten. "Noch gehe ich davon aus, dass wir das Endspiel am Sonntag und nicht am Montag spielen müssen", sagte dennoch Turnierdirektor Bernd Nusch.
So oder so müssen sich viele Akteure auf eine Extra-Schicht gefasst machen, denn am Donnerstag (10.00 Uhr) soll neben den noch ausstehenden sieben Erstrundenspielen und - wenn möglich - auch das komplette Achtelfinale gespielt werden. "Plätze haben wir genug. Theoretisch könnten wir auf fünf oder sechs Plätzen gleichzeitig spielen", beschrieb der erfahrene Turnierdirektor das Szenario.
Allerdings kann dieses Mammutprogramm nur unter Berücksichtigung der von der Spielergewerkschaft ATP vorgeschriebenen Ruhezeiten durchgezogen werden. "Die ATP achtet streng darauf, dass die Spieler nicht ungerecht behandelt werden", sagte Nusch und stellte sich bereits auf eine knifflige Gestaltung des Spielplans ein.
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