Marathon-Match in Neuchatel: 5:49 Stunden: Davis Cup: Frankreich und Schweden führen
zuletzt aktualisiert: 06.04.2001 - 21:28Neuss (rpo). Marathon-Matches in Malmö und Neuchatel standen abseits des deutschen 0:2-Rückstandes in s-Hertogenbosch gegen die Niederlande im Mittelpunkt des Viertelfinal-Auftakts im Tennis-Daviscup.
Als die deutschen Profis in der Brabant-Halle enttäuscht unter die Dusche schlichen, war bei den anderen drei Begegnungen nicht einmal das erste Einzel beendet.
Als absolute Dauerläufer präsentierten sich dabei in Neuchatel der Schweizer Marc Rosset und der Franzose Arnaud Clement. Der Olympiasieger von 1992 und der diesjährige Australian-Open-Finalist beharkten sich 5:49 Stunden lang bis zum 6:3, 3:6, 7:6 (7:4), 6:7 (6:8), 15:13 für den Franzosen. Sie verpassten dabei allerdings den fast 19 Jahre bestehenden Rekord des Amerikaners John McEnroe und des Schweden Mats Wilander. Die beiden hatten sich 1982 ebenfalls im im Viertelfinale in St. Louis/Missouri 6:22 Stunden lang bekämpft.
Nur eine Minute weniger benötigte Boris Becker bei seinem Fünfsatz-Sieg 1987 in Hartford/Connecticut gegen McEnroe. Das längste Match seit Einführung des Tiebreaks hatten der Österreicher Horst Skoff und Wilander 1989 mit 6:04 Stunden bestritten.
In der Baltik-Halle von Malmö erhielten die russischen Hoffnungen gleich zum Auftakt einen empfindlichen Dämpfer. Der zweimalige Grand-Slam-Turniersieger Jewgeny Kafelnikow vergab im knapp vierstündigen Match gegen seinen Angstgegner Thomas Johansson im dritten Durchgang gleich sieben Satzbälle und unterlag dem zähen Schweden beim 4:6, 6:1, 6:7 (10:12), 6:3, 2:6 zum siebten Mal in Folge. Anschließend erhöhte Magnus Norman für den siebenmaligen Cupgewinner auf 2:0, er bezwang Michail Juschny 7:6 (11:9), 6:4, 6:2. Juschny musste in seinem zweiten Daviscup-Einsatz den verletzten letztjährigen US-Open-Gewinner Marat Safin vertreten.
In Florianapolis kam in der Partie zwischen Brasilien und Vorjahresfinalist Australien nach einem bis dahin spannenden und streckenweise hochklassigen Match zwischen Masters-Sieger Gustavo Kuerten und dem zweimaligen US-Open-Gewinner Patrick Rafter Anfang des vierten Satzes das unerwartete Ende. Der mit 6:4, 4:6, 6:7 (1:7), 1:2 zurückliegende Australier gab wegen einer Ellbogen-Verletzung auf. Im zweiten Einzel glich Lleyton Hewitt mit einem 6:3, 6:3, 6:3 gegen den in Argentinien geborenen Linkshänder Fernando Meligeni für die "Aussies" aus.
Daviscup, Weltgruppe, Viertelfinale:
In Florianapolis: Brasilien - Australien 1:1 Gustavo Kuerten - Patrick Rafter 4:6, 6:4, 7:6 (7:1), 2:1 Aufgabe Rafter Fernando Meligeni - Lleyton Hewitt 3:6, 3:6, 3:6
In Malmö: Schweden - Russland 2:0 Thomas Johansson - Jewgeny Kafelnikow 6:4, 1:6, 7.6 (12:10), 3:6, 6:2 Magnus Norman - Michail Juschny 7:6 (11:9), 6:4, 6:2
In Neuchatel: Schweiz - Frankreich 0:1 Marc Rosset - Arnaud Clement 3:6, 6:3, 6:7 (4:7), 7:6 (8:6) 13:15
In 's-Hertogenbosch: Niederlande - Deutschland 2:0 Jan Siemerink - Nicolas Kiefer 6:3, 7:6 (7:5), 3:6, 6:3 Raemon Sluiter - David Prinosil 6:1, 6:3, 7:6 (7:3)
Halbfinale vom 21. bis 23. September: Sieger aus Brasilien - Australien gegen Sieger aus Schweden - Russland Sieger aus Schweiz - Frankreich gegen Sieger aus Niederlande - Deutschland
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