Mühsamer Start in EM-Qualifikation:: DBB gewinnt gegen Irland
zuletzt aktualisiert: 21.11.2001 - 23:33Göttingen (rpo). Deutschlands Basketball-Herren haben einen siegreichen, aber keineswegs überzeugenden Start in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2003 in Schweden hingelegt. Das Team von Bundestrainer Henrik Dettmann gewann am Mittwochabend in Göttingen ihr Auftaktspiel in der Gruppe C gegen Irland zwar erwartungsgemäß mit 85:77 (44:24), wurde von den zweitklassigen Iren im letzten Viertel aber noch leicht in Bedrängnis gebracht.
Beste Korbschützen des ohne die NBA-Stars Nowitzki und Bradley angetretenen EM-Vierten waren Patrick Femerling (Olympiakos Piräus/18 Punkte), Ademola Okulaja (FC Barcelona/17) und Hurl Beechum (Telekom Baskets Bonn/13). Der Berliner ALBA-Kapitän Henrik Rödl steuerte bei seinem Comback nach zweieinhalbjähriger Länderspielpause 10 Punkte bei. Die Gäste hatten in dem für den Bundesligisten Avitos Gießen spielenden Mike Mitchell (25) und Marty Conlon (25) ihre herausragenden Werfer.
Im ihrem zweiten Spiel trifft die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) am Samstag (17.00 Uhr) in Nikosia auf Zypern, den vermeintlich schwächsten Gruppengegner. Der erste ernsthafte Prüfstein ist dann Bosnien-Herzegowina am 28. November (19.30 Uhr) in der Dortmunder Westfalenhalle.
Vor 3200 Zuschauern in der ausverkauften Göttinger LOK-Halle gingen die zweitklassigen Iren durch Mitchell sogar 4:0 in Führung. Nachdem Femerling für die erste deutsche Führung zum 7:6 (5.) gesorgt hatte, fand das Team von Bundestrainer Dettmann langsam seinen Rhythmus und zog in den letzten zwei Minuten des ersten Viertels vom 16:15 auf 27:15 davon. Entscheidenden Anteil hatten dabei vor allem Beechum und Okulaja mit zusammen fünf Drei-Punkte-Würfen.
Mit ebenfalls fünf Dreiern wurden die Iren nach der Pause treffsicherer und konnten gegen die zu sorglose deutsche Deckung vom 46:24 (21.) auf 61:51 (29.) verkürzen. Am Ende des dritten Viertels stand es 65:53. Schwache Wurfleistungen und weiter nachlassende Defensivarbeit auf deutscher Seite bauten den "Nobody" im spannenden Schlussviertel förmlich auf. Der Vorsprung schmolz auf fünf Punkte (73:68/34.). Als Mitchell drei Minuten vor Schluss mit seinem 5. Foul vom Feld musste, konnten die Gastgeber aufatmen und den Vorsprung über die Zeit bringen.
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