Klage eingereicht: De la Hoya will Vertragsauflösung mit Promoter Arum
zuletzt aktualisiert: 30.08.2000 - 10:54Los Angeles (dpa). Ex-Weltmeister Oscar de la Hoya hat seinen Promoter Bob Arum "wegen indiskutabler Meinungsäußerungen" verklagt, um sich auf juristischem Wege nach achtjähriger Zusammenarbeit von ihm zu trennen. "Ich bin sehr überrascht und enttäuscht über Bobs kürzlichen Kommentar, dass ich mit dem Boxen aufhören sollte", erklärte der 27 Jahre alte Profiboxer am Dienstag in seiner Heimatstadt Los Angeles und betonte: "Ich werde nicht aufhören und bin fest entschlossen, weiter zu boxen, und das möglichst besser als jemals zuvor".
Arum hatte unlängst in einem Zeitungsinterview geäußert, er glaube nicht, dass de la Hoya noch ernsthaft boxen möchte. Deshalb solle er aufhören. Arum wünschte ihm viel Erfolg für eine neue Karriere als Sänger. Der entthronte Champion hat bereits zwei eigene CD's herausgebracht. "Ich mag das Kind wirklich. Warum sollte ich deshalb wollen, dass er noch mehr Schläge an den Kopf bekommt", sagte Arum, der den "Golden Boy" 1992 nach dessen Olympiasieg unter Vertrag nahm. Ihr Kontrakt gilt eigentlich noch drei Jahre.
Die bisherige Kooperation erwies sich für beide Seiten als äußerst profitabel. De la Hoya, der vor zwölf Monaten gegen Felix Trinidad (Puerto Rico) seinen Titel im Weltergewicht nach WBC-Version umstritten nach Punkten verlor, kassierte seitdem über 100 Millionen Dollar. Er ist damit der bestentlohnte Nicht-Schwergewichtler aller Zeiten. Im Juni wollte er sich den WM-Gürtel von seinem Landsmann Shane Mosley zurückerkämpfen, doch er unterlag wiederum nach Punkten. Der Rückkampf ist für den 20. Januar in Las Vegas geplant.
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