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Düsseldorfer EG
DEG löst Boom aus – schon 7000 Tickets für erstes Heimspiel weg

Fotos: DEL-Viertelfinale 14/15: Hamburg - DEG, Spiel sieben
Fotos: DEL-Viertelfinale 14/15: Hamburg - DEG, Spiel sieben FOTO: dpa, ahe fpt
Hamburg. Die Düsseldorfer EG siegt in Hamburg mit 2:1 und trifft nun auf den Deutschen Meister Ingolstadt. In Düsseldorf ist der Eishockey-Boom ausgebrochen: Rund eine Stunde, nachdem feststand, dass die DEG im Halbfinale steht, waren schon 4000 Karten für das erste Heimspiel (Spiel zwei der Serie) verkauft. Von Thomas Schulze

Mittlerweile wurden für die Partie, die am Sonntag (29. März) um 14.30 Uhr stattfindet, schon  7000 Karten verkauft. Einige wenige Tickets sind noch im Internet erhältlich. Bis zum Spieltag hofft der Klub erstmals seit Jahren auf ein volles Haus im ISS Dome. Der bisherige Saisonrekord steht bei 10.100 Besuchern, die das Viertelfinale gegen Hamburg sahen. Etwa 12.500 Zuschauer finden in der Halle im Düsseldorfer Norden Platz.

Der Wunsch von Mikhail Ponomarev, dem Gesellschafter der Düsseldorfer EG, ist in Erfüllung gegangen: Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft steht in Halbfinale um die deutsche Meisterschaft und trifft dort auf Meister Ingolstadt. "Das ist mir lieber als gegen Iserlohn", sagte Ponomarev unmittelbar nach dem 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)-Sieg in Hamburg. Ausschlaggebend für den Erfolg waren der erneut überragende Torhüter Tyler Beskorowany, das gute Unterzahlspiel sowie das disziplinierte Verhalten bei der Abwehrarbeit. "In den Play-offs ist alles möglich", sagte Trainer Christof Kreutzer, nachdem er die ganze Freude herausgeschrien hatte. Auf den Rängen feierten die 400 Fans der Rot-Gelben und ließen im Überschwang ihren Gefühlen freien Lauf: Deutscher Meister wird nur die DEG!"

Die Gäste gingen nicht ganz unbelastet in die Begegnung. Das lag weniger an den drei Auswärtsniederlagen, die sie in der Viertelfinalserie in Hamburg kassiert hatten, sondern auch an ihrer Anreise. Die Mannschaft war gestern Mittag vom Düsseldorfer Flughafen abgehoben und hatte natürlich von dem fürchterlichen Flugzeugabsturz erfahren. Damit wurde sie auch noch einmal unmittelbar vor dem ersten Bully konfrontiert, als es eine Gedenkminute gab.

Die Gäste kamen gut ins Spiel, obwohl sie bereits nach 77 Sekunden in Unterzahl gerieten, weil Andreas Martinsen auf die Strafbank musste. Die Gastgeber wussten damit wenig anzufangen, schossen aber Torhüter Tyler Beskorowany schön warm. Das war wichtig, denn wenig später musste er sein ganzes Können aufbieten, als Festerling und Westcott allein auf ihn zufuhren. Der Kanadier bewahrte seine Mannschaft mit einem grandiosen Reflex vor dem frühen Rückstand. So blieben die Düsseldorfer erstmals in Hamburg im ersten Drittel ohne Gegentor. Ein gutes Omen?

Darauf deutete im Mittelabschnitt zumindest einiges hin, denn Beskorowany parierte auch gegen den freistehenden Festerling. Auf der anderen Seite konnte Ken Olimb zwei gute Möglichkeiten nicht nutzen. So war es Manuel Strodel vorbehalten, für den ersten Moment Düsseldorfer Glückseligkeit zu sorgen. Der 23 Jahre alte Stürmer brachte sein Team in Unterzahl nach schönem Zuspiel von Kapitän Daniel Kreutzer in Führung. Doch Hamburgs Spieler des Jahres, Kevin Clark, sorgte wenig später für den Ausgleich, so dass es mit 1:1 in das Schlussdrittel ging.

28 Sekunden nach Wiederbeginn gingen die Gäste erneut in Führung. Und es sah fast so aus, als habe sie sich diesen Spielzug zurecht gelegt. Michael Davies bediente Travis Turnbull, und der traf zur erneuten Führung. Der knappe Vorsprung wurde auch in Unterzahl verteidigt- bis zum süßen Ende. Der Jubel war riesengroß. "Wir haben immer an uns geglaubt", meinte Trainer Kreutzer. "Ich bin stolz auf die Mannschaft."

Am Freitag tritt die DEG nun in Ingolstadt an, am Sonntag hat sie dann Heimrecht im ISS-Dome.

Quelle: RP
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