Eishockey / DEL: DEG verhängt Stadionverbote
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 06.10.2006 - 10:16Düsseldorf (RP). Eishockey - das ist kampfbetonter Sport. Auf dem Eis wohlgemerkt. Die Fans galten bislang immer als leidenschaftlich, aber friedlich. Derzeit werkeln ein paar Chaoten in Reihen der DEG-Anhängerschaft allerdings eifrig daran, dass dieses Image gehörig ins Wanken gerät. Zwei Vorfälle bei den vergangenen Heimspielen bereiten allen echten Fans große Bauchschmerzen und haben die Verantwortlichen bei den Metro Stars dazu bewogen, drastische Strafen auszusprechen.
Fall 1 Ein Rollstuhlfahrer, Fan der Nürnberger Ice Tigers, wurde nach dem Verlassen des ISS Domes wegen seiner Behinderung in übelster Weise beschimpft. Der Fan-Beauftrage der Franken hat sich offiziell bei der DEG wegen des Vorfalls beschwert. Schon jetzt ein nicht schätzbarer Imageschaden für die Fan-Szene. Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp ist um Schadensbegrenzung bemüht, hat den Nürnberger Fan zum nächsten Auswärtsspiel der Ice Tigers in Düsseldorf eingeladen. Und auch die echten Fans zeigen deutlich Flagge, wollen sich mit einer Unterschriften-Aktion von den Chaoten in den eigenen Reihen distanzieren.
Fall 2 Nach dem Heimspiel gegen Iserlohn (vergangenen Sonntag) kam es vor dem ISS Dome zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fan-Lagern. Am Ende stehen drei Stadionverbote - zwei Düsseldorfer und ein Iserlohner Krawallmacher dürfen auf unbestimmte Zeit nicht mehr unters Hallendach. Die Metro Stars wollen künftig enger mit der Polizei zusammen arbeiten und eine Art Hooligan-Datei mit anderen DEL-Klubs aufbauen. Ziel: Störenfriede schon im Vorfeld aussortieren. In den kommenden Tagen soll es auch Absprachen mit Fortuna geben.
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