Volleyball: World Grand Prix: Deutsche Frauen verlieren gegen Brasilien
zuletzt aktualisiert: 12.07.2002 - 13:05Tokio (rpo). Unglücklicher Auftakt für die deutschen Volleyballerinnen beim World Grand Prix in Tokio: Gegen Brasilien gab es eine knappe Niederlage.
Die deutschen Volleyball-Frauen haben das Eröffnungsspiel des mit 1,04 Millionen Dollar dotierten World Grand Prix in Tokio gegen Brasilien knapp mit 2:3 (19:25, 22:25, 25:19, 25:19, 8:15) verloren. Gegen den neu formierten Olympia-Dritten erwischte das deutsche Team im Yoyogi National Stadium einen schlechten Start und musste ständig gegen einen Rückstand ankämpfen. Zuletzt hatten die Deutschen diesen Gegner in zwei Testspielen noch mit 3:0 und 3:2 bezwungen.
Trotz ihrer Erkältung brachte Bundestrainer Hee Wan Lee Sylvia Roll (Schiavo Jesi) für die zu verhalten spielende Judith Sylvester (USC Münster) im dritten Satz zum Einsatz. So gelang es dem Team, eine Führung zu erarbeiten, die sie auch nicht mehr abgab. Danach bewies die deutsche Mannschaft Kampfgeist und setzte sich auch im vierten Satz verdient durch.
Den Brasilianerinnen unterliefen mit zunehmender Spieldauer mehr Fehler, aus denen die Schützlinge von Bundestrainer Hee Wan Lee Kapital schlagen konnten. Im entscheidenden Satz begannen die Deutschen aber ähnlich schlecht wie zum Auftakt und schafften es nicht mehr, einen 3:8-Rückstand noch aufzuholen.
Hee Wan Lee zog nach dem ersten Spiel Bilanz: "Wir haben den ersten und den zweiten Satz schlecht angefangen. Und Brasilien war auch wirklich gut. Im dritten Satz haben wir dann unsere Form gefunden. Vor allem Sylvia Roll, die erst eine Woche vor dem World Grand Prix wieder mit dem Training begann, hat sehr gut gespielt. Insgesamt geht die Leistung im ersten Spiel nach der Sommerpause in Ordnung."
Zuvor hatte DVV-Präsident Werner von Moltke die deutschen Frauen mächtig unter Druck gesetzt und von ihnen beim Grand Prix "mehrere Siege" und bei der WM im eigenen Land "zumindest Platz 5" gefordert. Zumindest müsse ein solches Desaster wie im Vorjahr mit 12 Niederlagen in 13 Spielen und einem finanziellen Verlust von über 12.000 Dollar verhindert werden. In den nächsten Partien werden Japan und Thailand am Wochenende die nächsten deutschen Gegner sein.
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