Hockey / WM: Deutsche Hockey-Frauen wieder auf Halbfinalkurs
zuletzt aktualisiert: 01.10.2006 - 17:39Madrid (rpo). Mit einem 3:1-Erfolg über China befinden sich Deutschalnds Hockey-Frauen bei der weltmeisterschaft in Spanien auf Kurs Richtung Halbfinal-Einzug. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise übernahm mit sechs Punkten hinter den Niederlanden (9) und vor den punktgleichen Spanierinnen den zweiten Tabellenplatz.
Maike Stöckel (46.), Silke Müller (52.) und Mandy Haase (61.) waren für Deutschland erfolgreich, das gegen die weiterhin überraschend punktlosen Chinesinnen seine bislang beste Turnierleistung zeigte. Sun Chen (52.) traf für die Asiatinnen.
Zuvor hatten die Inderinnen der deutschen Mannschaft Schützenhilfe geleistet, als sie den Engländerinnen beim 1:1 (0:0) zwei von den Britinnen fest einkalkulierte Punkte abnahmen. England ist am Dienstag (12.00) der vierte Vorrundengegner der deutschen Mannschaft, bevor am Mittwoch (12.00) das abschließende Match gegen die Niederlande ansteht. Die Europameisterinnen setzten sich mit 2: 0 (1:0) gegen Spanien durch und blieben damit auch im dritten Vorrundenspiel siegreich.
Mit einer gigantischen Deutschland-Fahne auf der Tribüne machten die etwa 25 Fans des deutschen Teams auf sich aufmerksam. Insgesamt verloren sich auf der Anlage des noblen Club de Campo vielleicht 200 Hockey-Fans, die eine erneut sehr konzentriert beginnende deutsche Mannschaft sahen. Gegen China hatte Weises Team im Juli auch zweimal bei der Champions Trophy jeweils mit 3:2 gewonnen und damit erstmals den Titel beim Turnier der sechs weltbesten Mannschaften gewonnen.
Bereits in der siebten Minute hatte Janine Beermann die erste gute Torgelegenheit, ihr Rückhandschuss aus etwa zehn Metern wurde von der chinesischen Torfrau aber sicher gehalten. Zwei Minuten später hatte Deutschland die erste Strafecke. Doch die geplante Kombination missriet. Überhaupt bleiben die Strafecken eine Schwäche der Olympiasiegerinnen bei dieser WM. Auch zwei weitere Versuche im ersten Durchgang brachten nämlich nichts Zählbares.
Zum Glück für Deutschland waren auch die Asiatinnen bei ihren Strafecken nicht effektiver und konnten drei dieser gefährlichen Standardsituationen nicht nutzen. Torfrau Yvonne Frank klärte jedesmal souverän. Chancen aus dem Spiel ließ die sicher agierende deutsche Abwehr zunächst nicht zu, obwohl Tina Bachmann schon nach etwa zwölf Minuten scheinbar verletzt ausscheiden musste.
Auch im zweiten Durchgang zeigten die "Golden Girls" von 2004 eine gute Leistung. In der 46. Minute wurden sie dann belohnt, als sich Stöckel ein Herz fasste und vom Kreisrand flach und unhaltbar abzog. Noch schöner das Tor von Silke Müller, die mit einer argentinischen Rückhand traf. Doch schon im Gegenzug nutzte Sun Chen eine Unkonzentriertheit in der Abwehr zum Anschlusstreffer. Die Chinesinnen drückten nun auf den Ausgleich, doch Mandy Haase sorgte mit ihrem Tor neun Minuten vor Schluss für die Entscheidung.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











