Steinbach beantwortet Wowereits Vorstoß: Deutsche Olympiabewerbung erst im Herbst auf NOK-Agenda
zuletzt aktualisiert: 09.08.2005 - 16:40Berlin (rpo). Nach dem Vorstoß von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, der im Rahmen der Leichtathletik-WM in Helsinki eine Kandidatur der deutschen Hauptstadt für die Olympischen Sommerspiele 2016 angeregt hatte, hat NOK-Chef Klaus Steinbach auf den festgelegten Zeitplan des Nationalen Olympischen Komitees verwiesen.
"Das NOK wird sich im Herbst mit der Frage einer möglichen deutschen Olympiabewerbung befassen", sagte der NOK-Präsident. Man habe bereits im März eine neunköpfige Präsidalkommission bestimmt, die klären werde, ob und zu welchem Zeitpunkt sich Deutschland für Sommerspiele, Winterspiele oder beides bewerben sollte.
Durch die Vergabe der Spiele 2012 an London sei laut Steinbach auch keine Vorentscheidung für 2016 gefallen. "Dies stellt kein Ausschlusskriterium für europäische Bewerbungen um die Sommerspiele 2016 dar, ebensowenig wie ein europäischer Erfolg für 2014 europäische Kandidaturen für die Olympischen Winterspiele 2018 ausschließt", betonte der NOK-Chef. "Künftige deutsche Bewerbungen sollten ohnehin nachhaltig sein, also von Beginn an berücksichtigen, dass auch mehrere Anläufe erforderlich sein können. "
Manfred von Richthofen, Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), hatte vor einigen Wochen Berlin gute Chancen eingeräumt. "Eine Olympia-Bewerbung benötigt einen Metropolen-Charakter."
Nach den Erfahrungen der missglückten Leipziger Bewerbung hält Steinbach vor allem einen "nationalen Schulterschluss" für unabdingbar: "Die Entscheidung des NOK für einen Kandidaten wird darüberhinaus davon abhängig gemacht werden, ob sich Deutschland mit seiner Gesellschaft, seiner Politik, seiner Wirtschaft und seinen Medien geschlossen hinter die entsprechende Stadt stellt."
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