"Rund um den Henninger Turm" - Auch Ullrich dabei: Deutsche Spitzenklasse in Frankfurt am Start
zuletzt aktualisiert: 10.04.2001 - 13:12Frankfurt/Main (rpo). Ein gerade aus deutscher Sicht absolut erlesenes Feld von Radprofis wird am 1. Mai in Frankfurt beim Klassiker "Rund um den Henninger Turm" an den Start gehen. Jan Ullrich (Merdingen) bestätigte seinen geplanten Start. Der 27-jährige Olympiasieger führt bei seinem zweiten Start 2001 in Deutschland das Telekom-Team an, für das auch Vorjahressieger Kai Hundertmarck (Kelsterbach) vorgesehen ist.
Die Bonner meldeten zudem den Sieger von 1999, Erik Zabel (Unna), Rolf Aldag (Ahlen), Steffen Wesemann (Wolmirstedt), Jens Heppner (Gera), Udo Bölts (Heltersberg) und Andreas Klöden (Berlin).
Hinter der "Titelverteidigung" von Hundertmarck bei der 40. Austragung des Klassikers steht aber noch ein großes Fragezeichen. Der Profi hatte sich bei der Flandern-Rundfahrt am Sonntag an der Hand verletzt. Zwar ergab eine erste Röntgen-Aufnahme kurz nach dem Rennen keine Fraktur, aber jetzt tauchten doch Zweifel auf, ob es sich nicht um einen feinen Haarriss im Handgelenk handelt. Derzeit ist Hundertmarck bei der Baskenland-Rundfahrt im Einsatz. Bleiben die Schmerzen, soll eine Kernspintomographie eine genaue Diagnose erbringen.
Sein Teamgefährte Ullrich wird vorher eine kleine Rundfahrt in der Lombardei bestreiten und dann nach Deutschland kommen. Den heimischen Radsport-Fans will er sich am Ostermontag bei "Rund um Köln" erstmals präsentieren. Zuletzt hatte der Tour de France-Sieger von 1997, zurzeit im Trainingslager im heimischen Schwarzwald, mit Aussagen über seinen möglichen Rücktritt in nicht allzu weiter Ferne für Schlagzeilen gesorgt.
Insgesamt 25 Mannschaften mit voraussichtlich 200 Profis haben für das traditionelle Rennen rund um die Main-Metropole gemeldet, darunter 16 aus der ersten Kategorie. Erstmals wird Rudi Altig, der 1970 in Frankfurt gewann, die sportliche Leitung übernehmen. Im letzten Jahr gab es unter Führung von Dietrich Thurau ein peinliche Panne, als die Spitzengruppe falsch geführt wurde und im Finale in einem Auto-Stau landete.
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