| 09.38 Uhr

München
Die Bayern setzen gleich ein Zeichen

München. Carlo Ancelotti zupfte sich nach seinem Traumeinstand kurz den dunklen Anzug zurecht, gab Viktor Skripnik die Hand und verschwand dann mit einem Lächeln in den Stadiongängen. Selbst nach seinem glanzvollen Bundesliga-Debüt beim FC Bayern blieb der 57 Jahre alte Italiener nach außen entspannt wie immer.

Dabei war Ancelotti nach dem beeindruckenden 6:0 (2:0) des Rekordmeisters gegen ein völlig überfordertes Bremen "sehr glücklich und zufrieden", wie er bekannte. "Das war eine sehr gute Leistung meiner Mannschaft. Wir haben einen guten Start hingelegt." Ancelotti gab seinem Team am Wochenende zur Belohnung gleich einmal frei.

Es war eine Machtdemonstration und der Anfang einer neuen Münchner Erfolgsgeschichte. Denn der Italiener machte der schon in den vergangenen Jahren unterlegenen Konkurrenz für die Zukunft wenig Hoffnung: "Diese Mannschaft hat eine fantastische Qualität. Wir werden weiter hart arbeiten. Natürlich können wir noch besser spielen." Zumal weil dem neuen Bayern-Coach nach der zweiwöchigen Länderspielpause beim Spiel auf Schalke (9. September) dann voraussichtlich wieder alle Stars aus seinem Luxus-Kader zur Verfügung stehen. In Kingsley Coman, Arjen Robben, Douglas Costa, Holger Badstuber und Jerome Boateng kommt noch reichlich Qualität hinzu. Gegen ein desolates Bremen konnte es sich Ancelotti sogar leisten, den gerade genesenen Europameister Renato Sanches 90 Minuten auf der Bank zu belassen.

Torjäger Robert Lewandowski mit einem Dreierpack (13., 46., 77./Foulelfmeter), Alonso (9.), Kapitän Philipp Lahm (66.) und Franck Ribéry (73.) schossen Werder regelrecht ab. Lewandowski wollte den Saisonstart aber nicht überbewerten. "Es ist noch ein langer Weg", sagte er. Auch Rückkehrer Mats Hummels, der bei seinem Einstand wenig gefordert wurde, stellte klar, dass selbst so ein Sieg mit "viel Spielfreude" immer auch "harte Arbeit" sei. Deshalb war ihm die Aussage von Bundestrainer Joachim Löw, der schon zur Pause von einem "Trainingsspiel" für den Rekordmeister gesprochen hatte, auch "zu abwertend".

(sid)
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