Nominierung: Die ersten Olympia-Fahrer stehen fest
zuletzt aktualisiert: 21.12.2005 - 14:28Frankfurt/Main (rpo). Die ersten Athleten können die Tickets in Richtung Turin buchen. Das Nationale Olympische Komitee (NOK) für Deutschland hat am Dienstag in Frankfurt die ersten 27 Sportler für die Olympischen Winterspiele vom 10. bis 26. Februar nominiert. Zum ersten Aufgebot gehören 16 Männer und elf Frauen.
Die zweite Nominierungsrunde findet am 25. Januar in München statt. Insgesamt rechnet NOK-Präsident Klaus Steinbach mit einem rund 170-köpfigen Olympia-Aufgebot. Damit würde der Rekord von Salt Lake City mit 163 Sportlern übertroffen.
Die ersten 27 Tickets gingen an die Sportarten Curling (5), Eiskunstlauf (1), Eisschnelllauf (11) und Shortrack (10). Prominenteste Namen sind die Eisschnelllauf-Olympiasiegerinnen Anni Friesinger und Claudia Pechstein, die auch in Turin zu den Goldfavoritinnen gehören.
Eiskunstlaufen ist nur mit einem Solisten vertreten, weil allein der EM-Dritte Stefan Lindemann die Norm erfüllte. Möglicherweise rücken noch die zweimaligen Paarlauf-Meister Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy (Chemnitz) nach, wenn die gebürtige Ukrainerin Sawtschenko rechtzeitig ihren beantragten deutschen Pass erhält.
Derweil hat auch Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp sein vorläufiges Aufgebot bekanntgegeben. Auch der Bob- und Schlittenverband Deutschland (BSD) ist sich bei acht Bobpiloten und Rodlern bereits über eine Nominierung im Klaren.
Ziel der deutschen Mannschaft bei den 20. Winterspielen in Turin ist Platz eins in der Nationenwertung. 2002 hatte Deutschland mit 12 Gold, 16 Silber und 8 Bronze hinter Norwegen (13-5-7) Platz zwei belegt.
Die Einkleidung der Mannschaft wird vom 16. Januar bis zum 6. Februar in der Bundeswehrkaserne in Erding erfolgen. Für jeden Olympiastarter liegen mehr als einhundert Teile bereit, von Socken, Schuhen, Ski-Brillen, Taschen und Mützen bis zur Unterwäsche und sogar einer "olympischen" Geldbörse. Die "Freizeit- und Ausgeh-Uniform" sowie das Outfit für die Eröffnungsfeier kommt vom Münchner Bekleidungsunternehmen Bogner.
Die deutschen Medaillengewinner erhalten von der Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) wie 2002 in Salt Lake City für Gold 15.000 Euro Prämie, für Silber 10.000 Euro und für Bronze 7.500 Euro. Darauf hat sich der Gutachterausschuss der DSH verständigt.
Nach Salt Lake City war die Rekordsumme von 715.375 Euro für das deutsche Aufgebot ausgeschüttet worden, das mit 12-mal Gold, 16-mal Silber sowie 7-mal Bronze Platz 2 in der Nationenwertung hinter Norwegen belegt hatte. 1998 in Nagano waren Prämien von insgesamt 503.735 Euro gezahlt worden.
Biathletin Kati Wilhelm hatte als erfolgreichste deutsche Athletin 2002 für zweimal Gold und einmal Silber 40.000 Euro kassiert. Dies war die bisher höchste Prämie für einen Athleten bei Winterspielen gewesen.
Die vom Nationalen Olympischen Komitee (NOK) am Dienstag in Frankfurt/Main nominierten ersten 27 Sportler (16 Männer/11 Frauen) für die Winterspiele von Turin:
CURLING (5):
Herren (5): Andreas Kapp (Skip), Ulrich Kapp, Oliver Axnick, Holger Höhne, Andreas Kempf (alle Füssen)
EISKUNSTLAUF (1):
Stefan Lindemann (Erfurt)
EISSCHNELLLAUF (11):
Herren (5): Christian Breuer, Stefan Heythausen (beide Grefrath), Tobias Schneider (Berlin), Jens Boden (Dresden), Robert Lehmann (Erfurt)
Damen (6): Anni Friesinger (Inzell), Claudia Pechstein, Jenny Wolf (beide Berlin), Sabine Völker, Daniela Anschütz, Pamela Zoellner (alle Erfurt)
SHORTTRACK (10):
Herren (5): Sebastian Praus (Mainz), Tyson Heung (Dresden), Arian Nachbar, Andre Hartwig (beide Rostock), Thomas Bauer (München)
Damen (5): Yvonne Kunze, Christin Priebst, Tina Grassow (alle Dresden), Susanne Rudolph (Grafing), Aika Klein (Rostock)
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