57. Spanien-Rundfahrt vom 7. bis 29. September: Die Favoriten der 57. Vuelta
zuletzt aktualisiert: 05.09.2002 - 12:11Angel Luis Casero (Spanien/29 - Team Coast): Dank einer exzellenten Leistung beim abschließenden Zeitfahren in Madrid hat der zweimalige spanische Meister und Vuelta-Zweiter 2000 im vergangenen Jahr seinem Landsmann Oscar Sevilla noch das Goldtrikot entreißen und die Rundfahrt gewinnen können. Der Kapitän des Essener Rennstalls Team Coast hat sich von einer langwierigen Verletzung erholt und wird von Fernando Escartin unterstützt, der 2001 Zehnter geworden war.
Paolo Savoldelli (Italien/29 - Index Alexia): Der Abfahrts-Spezialist hat in diesem Jahr den Giro d'Italia gewonnen. Dank seiner Berg- und Zeitfahrer-Qualitäten fährt der Italiener in der kommenden Saison für das Team Telekom, bei dem er Jan Ullrich unterstützen soll. Ullrichs Teamkollegen Andreas Klöden und Alexander Winokurow gehören im Kampf um den Vuelta-Gesamtsieg nicht zu den Topfavoriten.
Joseba Beloki (Spanien/29 - Once): Wie schon bei der Frankreich-Rundfahrt fährt der Tour-Zweite erneut in einer starken Mannschaft. Der baskische Zeitfahr- und Berg-Spezialist wird wieder vom Ansbacher Jörg Jaksche und Igor Gonzalez Galdeano unterstützt. Bei einem Ausfall von Beloki gehört Gonzalez Galdeano selbst zu den Favoriten. Der zweimalige Tour-Fünfte, der in diesem Jahr eine Woche im Gelben Trikot gefahren war, hat aber Defizite in den Bergen.
Roberto Heras (Spanien/28 - US Postal): Der Edelhelfer von Tour-Sieger Lance Armstrong ist als ausgezeichneter Kletterer bekannt. Die Vuelta konnte er bereits vor zwei Jahren gewinnen, nachdem er 1999 Dritter geworden war. In diesem Jahr trumpfte er mit dem Gesamtsieg bei der Katalonien-Rundfahrt auf.
Oscar Sevilla (Spanien/25 - Kelme): Nach der bitteren Niederlage im Finale des vergangenen Jahres will der einstmals beste Nachwuchsfahrer der Tour diesmal die Vuelta gewinnen. Das Goldtrikot trug er vor Jahresfrist zehn Tage. Unterstützt wird Sevilla wieder vom Kolumbianer Santiago Botero. Der ehemalige "Berg-König" der Tour de France könnte auch selbst Titelanwärter sein.
Gilberto Simoni (Italien/31 - Saeco): Die schwersten Bergetappen der diesjährigen Vuelta hatte der frühere Giro-Sieger schon vor zwei Jahren gewinnen können. In diesem Jahr war Simoni wegen Dopingverdachts bei der Italien-Rundfahrt ausgeschlossen worden.
Francisco Mancebo (Spanien/26 - Banesto): Mit seinem siebten Platz im Tour-Gesamtklassement hat sich Mancebo auch für die Vuelta empfohlen. Unterstützt wird er von seinem Landsmann Juan Miguel Mercado, der sich im vergangenen als Etappensieger auszeichnete.
Sprint-Favoriten: Im Kampf um das Trikot des besten Sprinters dürfte ein Duell zwischen Telekom-Kapitän Erik Zabel und Italiens Star Mario Cipollini zu erwarten sein. Als "Störenfriede" könnten sich neben Spaniens Straßenweltmeister Oscar Freire die Italiener Ivan Quaranta und Alessandro Petacchi erweisen. Auch der Mettmanner Sven Teutenberg vom Schweizer Phonak-Team rechnet sich Podiumsplätze aus.
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