Tennis: Australian Open in Melbourne: Doch noch ein Titel für die Williams-Schwestern
zuletzt aktualisiert: 26.01.2001 - 10:38Melbourne (dpa). Doppel hält besser. Wenn der Williams-Clan aus Florida bei den Australian Open die Koffer packt, ist wenigstens ein Titel im Gepäck. Nichts wie weg aus Melbourne, zurück nach Palm Beach Gardens. "Ich gehe jetzt nach Hause, ich vermisse mein Zuhause", sagte Venus Williams am Samstag nach dem Happy End auf dem Center Court. Venus (20) und Schwester Serena (19), hatten ihr erstes Grand- Slam-Turnier in Australien gewonnen. "Dank" Martina Hingis leider nur im Doppel. Viel mehr als ein kleiner Schönheits-Fehler.
Das 6:2, 4:6, 6:4 der Olympiasiegerinnen Williams/Williams im Finale gegen Lindsay Davenport und Corina Morariu taugt sicher ganz gut für die Statistik, so richtig froh und glücklich wird wohl keine der vier Amerikanerinnen darüber gewesen sein. Corina konnte sich damit trösten, dass sie wenigstens am Abend auf ihrer Geburtstagsparty mal richtig im Mittelpunkt stand. Und die anderen Drei? Die wollten auch im Mittelpunkt stehen. Aber bitte schön nicht im Doppel-Finale, sondern im Einzel-Endspiel.
"Wir lieben Doppel-Siege", meinte Venus dann ganz im doppelten Sinne. Im Duett hat es ja auch geklappt, nur eben im viel wichtigeren Einzel nicht. "Dieser Sieg ist überhaupt keine Entschädigung für uns", sekundierte Serena, "denn eigentlich sind wir ja Einzelspielerinnen".
Trotzdem: Seite an Seite waren sie auch sehr erfolgreich, gewannen drei Grand-Slam-Turniere und als Krönung Olympia-Gold in Sydney. Neunmal standen die jüngsten der fünf Williams-Sisters gemeinsam in einem Doppelfinale, nur einmal verloren sie: 1999 in San Diego gegen Davenport/Morariu. Zumindest die Revanche ist nun geglückt.
Diese Schwestern teilen (fast) alles - am liebsten aber Tennis- Trophäen. Was schon in der Sandkiste so war, ist auf dem Tennisplatz nicht anders. "Wir lieben es, zusammen zu spielen", versicherte Venus und leistete der kleinen Schwester den Treueschwur: "Ich kann mir nicht vorstellen, mit irgend einer anderen zu spielen." Weder im Sand noch auf Sand.
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