800-m-Läuferin gibt nicht auf: Doping-Affäre: Modahl will weiter kämpfen
zuletzt aktualisiert: 15.12.2000 - 12:31London (sid). Trotz abgewiesener Klage durch den Londoner High Court will 800-m-Läuferin Diane Modahl (34) in ihrer spektakulären Doping-Affäre ihren sechs Jahre währenden Kampf fortsetzen. "Mein Mann und ich sind finanziell ruiniert. Im Januar wird das Haus versteigert. Eigentlich müsste ich aufgeben. Aber ich kann dies vor mir selber nicht tun", erklärte die 34-Jährige, in deren Körper 1994 bei einer Dopingkontrolle das männliche Sexualhormon Testosteron gefunden worden war.
Die Vier-Jahres-Sperre der Commonwealthmeisterin, die nach Angaben des Ehemanns aus Verzweiflung zwei Selbstmordversuche unternommen hatte, war 1995 aufgehoben worden wegen Zweifeln an der Verlässlichkeit der Urinprobe. Doch die erhofften 1,5 Millionen Mark Schadenersatz erhielt sie nicht.
Modahl argumentierte vor dem High Court, man habe ihr im damaligen Verfahren keine faire Anhörung zugestanden. "Meiner Meinung nach war das Verfahren fair", erklärte allerdings Richter Douglas Brown, der das Urteil als endgültig bezeichnete. Modahl erklärte nicht, auf welchem Weg sie nun ihr Recht suchen wird.
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