Erneut positiver Befund in der Trainingsgruppe von John Smith: Doping: Deutscher Kader ist "sauber"
zuletzt aktualisiert: 30.07.2004 - 15:15Frankfurt (rpo). Während der komplette erweiterte deutsche Olympia-Kader "sauber" ist, muss sich US-Sprinter Mickey Grimes auf eine zweijährige Dopingsperre einstellen und Jobie Dajka wurde aus dem Bahnrad-Aufgebot von Australien gestrichen.
Kein einziges Mitglied des rund 1200 Sportler umfassenden erweiterten deutschen Olympiakaders 2004 ist in diesem Jahr positiv getestet worden. Das hat NOK-Präsident Klaus Steinbach klargestellt. Erst recht gelte dies natürlich für die 453 Starter in Athen.
Die Nationale Anti-Doping Agentur (Nada) teilte mit, elf von 1973 Dopingkontrollen im ersten Halbjahr seien positiv gewesen. "In vier der elf Fälle handelte es sich zwar um olympische Sportarten, aber die betreffenden Athleten kamen sämtlich aus dem Nachwuchs- oder Seniorenbereich", betonte Steinbach dazu nach Rücksprache mit der Nada.
Grimes positiv getestet
US-Sprinter Mickey Grimes steht eine zweijährige Dopingsperre bevor. Das erklärte Nick Davies als Sprecher des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF). Davies bestätigte, dass auch die B-Brobe von Grimes ein positives Resultat gebracht hat. Der 27-Jährige war am 25. Mai bei einer Trainingskontrolle in Los Angeles positiv auf das Steroid Norandrosteron getestet worden.
Grimes gehört nicht zum US-Aufgebot für die Olympischen Spiele in Athen. Im vergangenen Jahr war ihm das bei den Panamerikanischen Spielen 2003 gewonnene 100-Meter-Gold aberkannt worden, weil ihm die Einnahme des Stimulanzmittels Ephedrin nachgewiesen werden konnte. Grimes gehört wie Hürdensprinter Larry Wade und 100-Meter-Weltmeisterin Torri Edwards der Trainingsgruppe um John Smith an. Beide Athleten müssen sich ebenfalls noch wegen positiver Befunden verantworten.
Falschaussagen zugegeben
Der frühere Keirin-Weltmeister Jobie Dajka ist mit sofortiger Wirkund aus dem australischen Bahnradaufgebot für die Olympischen Spiele in Athen ausgeschlossen worden. Der 22-Jährige hatte bei einer Befragung während der Olympiavorbereitung der Australier im niederrheinischen Büttgen Falschausagen bei früheren Dopingverhören zugegeben.
Dajka gestand ein, sich selbst Spritzen mit Wachstumshormonen gesetzt zu haben. Als Ersatz für Dajka, der bei der Bahn-WM im vergangenen Jahr in Stuttgart zwei Silbermedaillen gewonnen hatte, nominierte das Olympische Komitee Australiens (AOC) Ben Kersten nach.
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