Olympia: Doping-Ergebnisse dauern bis zu sechs Tage
zuletzt aktualisiert: 22.02.2006 - 20:13Turin (rpo). Bis zu sechs Tage muss auf die Ergebnisse der Dopingtest von den zehn österreichischen Athleten gewartet werden. Das erklärte Mario Thevis, Mitarbeiter im Kölner Doping-Kontrolllabor von Professor Wilhelm Schänzer, im Gespräch mit ZDF-Moderator Rudi Cerne.
"Es kann immer was schief gehen, wenn es bei der Analyse Temperaturschwankungen gibt oder die Chemikalien nicht die richtige Konsistenz haben", sagte Thevis. Auf Cernes Frage, wann denn mit dem Ergebnis zu rechnen sei, erklärte Thevis: "Die Proben sind im Begriff, bearbeitet zu werden. Mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen."
Eine ganz eigene Theorie vertrat Peter Schröcksnadel, der Präsident des österreichischen Skiverbandes: "Ich bin sicher, dass das Ergebnis noch nicht öffentlich gemacht wurde, weil alle Proben negativ waren. Wären positive dabei, hätte es das IOC nach dem ganzen Theater doch sofort verkündet."
Derweil hat das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) am Mittwochabend die Reißleine gezogen und einen Untersuchungsausschuss für den Skandal rund um seine Turin-Mannschaft eingesetzt. Das ÖOC folgt mit dieser Maßnahme IOC-Präsident Jacques Rogge, der bereits zuvor einen IOC-Ausschuss angekündigt hatte.
Die ÖOC-Untersuchung soll von Dieter Kalt geleitet werden, dem Chef der Austria-Wintersportverbände. "Wir werden alles daransetzen, um das Haus zu säubern und die Integrität unserer Olympiamannschaft wieder herzustellen", versprach ÖOC-Chef Leo Wallner, der auch IOC-Mitglied ist. Man werde gleichzeitig den IOC-Ausschuss in jeder möglichen Weise unterstützen.
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