| 09.21 Uhr

Borussia Dortmund
Drei Aubameyang-Treffer beim 5:1 des BVB

Das ist Pierre-Emerick Aubameyang
Das ist Pierre-Emerick Aubameyang FOTO: dpa, Jonas Güttler
Dortmund. Mit zwei Schritten Anlauf rempelte Marco Reus drauf los. Er grinste frech und schubste seinen Sturmpartner und Kumpel Pierre-Emerick Aubameyang beim Interview im Bauch des Dortmunder Stadions. Kurz darauf schnappte sich Reus das Mikrofon des vereinseigenen Fernsehkanals und fragte Aubameyang aus. Von Andreas Gruhn

Mit gesammelten Albernheiten feierten die beiden das 5:1 ihres Klubs Borussia Dortmund gegen den überforderten FC Augsburg, bei dem sie alle fünf Tore erzielten. Batman- und Robin-Masken, die sie noch im März beim Torjubel zu tragen pflegten, waren gestern nicht zur Hand.

Die Scherze des Offensivduos waren angemessen. Aubameyang traf wie schon am Donnerstag beim Europapokalspiel in Qäbälä drei Mal und hat nun so viele Tore auf dem Konto wie Bayerns Robert Lewandowski - in dieser Kategorie sind die Bayern nicht einzigartig. Der Gabuner erzielte das 1:0, 4:1 und 5:1 - jeweils aus kurzer Distanz und schön freigespielt von seinen Kollegen. "Ich habe am Samstag mit meinem Bruder gewettet, dass ich heute wieder drei Tore mache", verriet Aubameyang. "Jetzt muss ich mir eine Überraschung für ihn ausdenken." Trainer Thomas Tuchel geriet ins Schwärmen über seinen Stürmer: "Es ist eine große Freude, sein Trainer zu sein. Wenn man sieht, mit welchem Teamgeist er Tore auflegt, wie sehr er sich darüber freut, dass Marco das Tor macht, geht mir das Herz auf."

15/16: Aubameyang erzielt schon wieder einen Dreierpack FOTO: afp, oa/dg

Auch Marco Reus erzielte zwei Tore. Er traf nach sehenswerten Vorarbeiten des Fußball-Feingeistes Shinji Kagawa, der Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Ragnan Klavan Knoten in die Gelenke spielte. Die Dortmunder bestimmten im ersten Abschnitt praktisch jede Sekunde, spielten sich die Pässe in hoher Frequenz zu. Dass sie zu solch hübschem Fußball fähig sind, ist keine Überraschung. Erstaunlich war aber die kalte Effektivität.

Augsburg kannte den Ball zunächst nur aus vornehmer Distanz. "Wir haben uns für einen offensiven Verteidigungs-Ansatz entschieden, weil wir hohe Bälle hinter die Abwehr vermeiden wollten", sagte Tuchel. Auf diese Weise hatte sich seine Abwehr zuletzt mehrfach übertölpeln lassen - diesmal nicht.

Nach dem 3:0 nahmen der BVB das Tempo aus dem Spiel und schonte sich für das Pokalspiel gegen Stefan Effenbergs Paderborner am Mittwoch. Das erlaubte Augsburg nach dem Seitenwechsel, auch mal am Spiel teilzunehmen. Prompt fiel das übliche Gegentor: Raúl Bobadilla köpfte unbedrängt ins Tor.

Dortmund verzichtete weiter auf den Aufwand der ersten Halbzeit, Torgefahr entstand kaum - was Tuchel dazu veranlasste, dem bis kurz vor Schluss ereignislosen Treiben mit böser Miene zuzusehen. Erst spät kamen seine Spieler wieder vors Tor - Aubameyang machte seine im Kreise der Familie gemachte Ankündigung wahr. "Nächstes Mal muss er sich mehr beeilen", scherzte Tuchel. "Sonst könnte ich ihn vorher auswechseln."

Quelle: RP
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