Dubai: Kiefer mit Arbeitssieg ins Viertelfinale: Drei-Satz-Erfolg über Alberto Martin
zuletzt aktualisiert: 10.02.2000Dubai (dpa). Nicolas Kiefer hat sich in einem Match mit wenig Licht und sehr viel Schatten mühevoll ins Viertelfinale der Dubai Open gekämpft.
Ruhig und gelassen, aber ohne spielerisch überzeugen zu können, bezwang der 22-Jährige aus Holzminden am Donnerstag den Spanier Alberto Martin mit 6:3, 5:7, 6:0 und darf nach einem harten Stück Arbeit bei dem mit einer Million Dollar dotierten Wüsten- Turnier weiter den ersten Titelgewinn dieses Jahres im Auge haben.
Nach dem Wechselbad der Gefühle kann der an Nummer eins gesetzte Kiefer in der Runde der letzten Acht nun Revanche für die Final- Niederlage des Vorjahrs nehmen. Wenn er an diesem Freitag (11.00 Uhr MEZ) Titelverteidiger Jerome Golmard schlagen will, muss sich der Daviscup-Aussteiger aber mächtig steigern. Allerdings hatte auch der Franzose bei seinem 3:6, 6:4, 7:6 (7:3)-Erfolg gegen Prinosil- Bezwinger Andrej Pavel aus Rumänien mehr Mühe als ihm lieb sein konnte.
Wie schon im Auftakt-Match gegen Lars Burgsmüller machte sich Kiefer das Leben selbst schwer. Der Aufschlag machte ihm abermals einen Strich durch die Rechnung und so konnte der 21-jährige Martin, der wie alle spanischen Spitzenspieler aus Barcelona kommt, das Spiel über weite Strecken ausgeglichen gestalten. «Der Platz und die Bälle sind unheimlich langsam», stöhnte der glückliche Sieger. Doch aus der Ruhe bringen ließ sich der WM-Halbfinalist dadurch zunächst nicht. Und diese Gelassenheit zahlte sich im achten Spiel aus, als er im zweiten Versuch das satzentscheidende Break schaffte.
Nun schien der an Nummer eins gesetzte Kiefer nicht mehr zu bremsen zu sein, während sein Gegenüber mehr und mehr den Faden verlor. Mit 4:0 ging der Turnierfavorit in Führung, hatte im folgenden Spiel wiederum drei Breakbälle und die Angelegenheit offenbar schon abgehakt. Ein Fehler. Die Warnungen, den aufstrebenden «Berto» Martin im ersten gemeinsamen Match auf der ATP-Tour nicht zu unterschätzen, bestätigten sich nämlich nachhaltig. Der Youngster, der im Vorjahr einen erstaunlichen Einstieg im Profi-Zirkus gefeiert und zwei Titel errungen hatte (Casablanca/Bukarest), drehte den Spieß um und schaffte den Satzausgleich.
Kiefer wackelte, blieb aber auch in dieser heiklen Phase cool und unaufgeregt. Mit einem Break startete er in den entscheidenden Durchgang und machte nun entschlossen bis zum Matchball der sportlichen Achterbahnfahrt nach 2:19 Stunden ein Ende
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