Hoffen auf Huber: DTB-Profis verpatzten Generalproben für US Open
zuletzt aktualisiert: 23.08.2000 - 12:34New Haven/New York (dpa). Den deutschen Tennis-Profis droht bei den US Open ein böses Erwachen. Einen Tag vor der Auslosung für das mit dem Rekord-Preisgeld von 15 Millionen Dollar dotierte letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres am Mittwoch in New York verpatzten die Olympia-Teilnehmer Jana Kandarr (Foto) und David Prinosil sowie Wimbledon-Viertelfinalist Alexander Popp am Dienstag (Ortszeit) ihre Generalproben.
Jana Kandarr (Heidelberg) verlor ihr Erstrundenspiel beim mit 535 000 Dollar dotierten WTA-Turnier in New Haven gegen Ai Sugiyama aus Japan mit 4:6, 4:6 und verpasste damit ein Achtelfinal-Duell mit Anke Huber. Die an Nummer vier gesetzte Karlsdorferin erreichte dank eines Freiloses kampflos die zweite Runde.
Trotz elf Doppelfehlern zog die topgesetzte Titelverteidigerin Venus Williams (USA) nach einem 6:3, 7:5 gegen die Russin Elena Lichowtsewa ebenso wie Monica Seles (USA) und Dominique van Roost (Belgien) bereits ins Viertelfinale ein. "Ich habe nicht so konzentriert gespielt", kommentierte Venus Williams ihren glanzlosen Sieg. Die seit Wochen ungeschlagene Wimbledonsiegerin strebt in New Haven ihren vierten Turniersieg in Folge an.
Drei Tage nach seiner Halbfinal-Niederlage gegen Andre Agassi beim Hartplatz-Turnier in Washington verpatzte Prinosil seinen Einstand beim mit 415 200 Dollar dotierten ATP-Turnier auf Long Island gründlich. Der Daviscup-Spieler aus Amberg verlor bereits in der ersten Runde mit 4:6, 6:4, 3:6 gegen den Schweizer George Bastl.
Für Popp war nach einem 6:3, 4:6, 2:6 gegen Juan Carlos Ferrero in Runde zwei Endstation. Der zwei Meter große Mannheimer durfte aber im Gegensatz zu Kandarr und Prinosil wenigstens mit seinem Spiel gegen den an Nummer sechs gesetzten Spanier zufrieden sein. Zudem hatte der Bundesligaspieler am Montag in seinem ersten Spiel auf Hartplatz den höher eingeschätzten Slowaken Dominik Hrbaty in zwei Sätzen besiegt.
Der zweimalige US-Open-Sieger Patrick Rafter benötigte immerhin 2:38 Stunden, um ins Achtelfinale einzuziehen. Beim knappen 6:7 (3:7), 7:5, 7:6 (10:8)-Erfolg gegen die Österreicher Stefan Koubek lag der Wimbledon-Finalist aus Australien im zweiten Satz mit 4:5 zurück, als ihn ein Break vor dem drohenden Aus bewahrte und die Wende zum Guten einleitete. "Ich habe mich reingehängt, auf meine Chance gewartet und mein Gegner hat sie mir gegeben", sagte Rafter, der wegen seiner langen Durststrecke nach einer Schulter-Operation bei den US Open nicht zu den gesetzten Spielern gehören wird.
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