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Braunschweig
Braunschweig träumt vom Aufstieg

Braunschweig - Aue
Braunschweig - Aue FOTO: dpa, nig jai
Braunschweig. Durch den 4:2-Erfolg gegen FC Erzgebirge Aue sind die Niedersachsen zurück im Kampf um den Relegationsplatz. Der Abstand auf den Karlsruher SC beträgt vier Spieltage vor Saisonende der zweiten Fußball-Liga nur noch fünf Punkte. Von Kristof Stühm und Peer Lasse Korff

Dafür ließ sich Braunschweigs Torsten Lieberknecht von den Fans feiern. Der Trainer drehte nach dem packenden 4:2 (1:2) gegen noch eine kleine Ehrenrunde durch das Stadion - und genoss die Rückkehr in den Kampf um den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga in vollen Zügen. "Es lohnt sich, wenn man dran bleibt", sagte Lieberknecht, der sich selber etwas wunderte, dass seine Löwen als Tabellensechster weiter Chancen auf die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus haben. "Diese Mannschaft hat Charakter."

Trotz Unterzahl und nach einem starken Schlussspurt drehten die Niedersachsen die Partie gegen Aue und haben vier Spieltage vor Saisonende noch fünf Punkte Rückstand auf den Karlsruher SC auf dem Relegationsplatz. Und die Badener müssen am vorletzten Spieltag noch nach Braunschweig.

"Heute sind wir für diese unruhige Saison mit vielen Auf und Abs belohnt worden", sagte Lieberknecht. Der frühere Auer Jan Hochscheidt hatte die Eintracht, die nach der Gelb-Roten Karte gegen Maximilian Sauer in der 70. Spielminute 20 Minuten in Unterzahl spielte, in der zweiten Spielminute früh in Führung geschossen. Bobby Wood (11.) und Stipe Vucur (31.) brachten die Veilchen in Führung, ehe Hendrick Zuck (68.), Emil Berggreen (77.) und Marc Pfitzner per Foulelfmeter (88.) die Partie für die Hausherren entschieden. Auf den Rängen flippten die Fans förmlich aus.

"Es war ein brutal schwieriges Spiel", sagte Lieberknecht nach dem 100. Heimsieg der Eintracht in der zweiten Liga. "Das ist eine Wahnsinnsleistung, dass die Mannschaft das Spiel in Unterzahl gedreht hat." Aues Trainer Tommy Stipic, der mit dem Tabellenletzten um den Klassenerhalt zittert, zeigte sich beeindruckt. "Kompliment an Braunschweig, dass das Team so zurückgekommen ist und in Unterzahl zwei Tore erzielt hat", sagte er.

Am Ende spiegelte die Partie den bisherigen Saisonverlauf der Braunschweiger wider: Immer wieder zeigte die Mannschaft gute Ansätze, allerdings hatte sie auch immer wieder schwierige Phasen. In den ersten fünf Partien der Saison beispielsweise blieben die Niedersachsen dreimal ohne Punkt, eine Partie endete Unentschieden. Ab dem elften Spieltag folgte eine Siegesserie von fünf Spielen. Nach Misserfolgen kamen die Braunschweiger im Saisonverlauf immer wieder zurück.

Das Selbstvertrauen bei dem Traditionsklub, der in der Hinrunde bis auf Platz zwölf abgerutscht war, ist zurück. "Ich habe das Gefühl, dass wir doch noch mal eine Chance bekommen werden", hatte Lieberknecht schon vor der Partie gesagt. Er könnte am Ende Recht behalten. Braunschweig ist wieder mittendrin im Aufstiegsrennen - und kann die Konkurrenz im nächsten Heimspiel am kommenden Samstag gegen FSV Frankfurt weiter unter Druck setzen.

(sid)
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