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Krefeld
Eishockey: Ab 2017 in Champions League mehr Klasse als Masse

Krefeld. Zum letzten Mal starten Krefeld und fünf weitere deutsche Klubs in der Königsklasse, die dann von 48 auf 32 Teams reduziert wird. Von H.-G. Schoofs

Die Gruppenphase der dritten Saison der Champions Hockey League (CHL) beginnt in dieser Woche. Die Krefeld Pinguine empfangen morgen um 19 Uhr im König-Palast den CHL-Vizemeister Kärpät Oulu aus Finnland zu ihrem Auftaktspiel in der Gruppe E. Neben den Schwarz-Gelben ist die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) noch durch Meister EHC München, Eisbären Berlin, Adler Mannheim, ERC Ingolstadt und Grizzly Wolfsburg in der europäischen Königsklasse des Eishockeys vertreten.

Die CHL genießt auch nach zwei Spielzeiten kaum mehr Akzeptanz als beim Startschuss. Daher entschieden sich die Verantwortlichen im Juni unter dem Motto "mehr Klasse als Masse" zu einer größeren Reform, die aber erst im kommenden Jahr umgesetzt wird. Die Anzahl der Teilnehmer sinkt von 48 auf 32. Nur sportliche Aspekte entscheiden über die Teilnahme. Aus der DEL sind dann nur noch drei oder vier Klubs startberechtigt.

"Der größte Kritikpunkt ist, dass zu viele Teams aus einem Land kommen und man sich in die Liga einkaufen konnte", sagte CHL-Geschäftsführer Martin Baumann. Allerdings bedauert der Schweizer, dass gerade "der für die CHL unglaublich wichtige deutsche Markt" einschneidend durch die Formatänderung betroffen ist. Denn nach aktuellem Stand des CHL-Rankings werden künftig nur noch drei statt sechs DEL-Teams antreten dürfen. "Dies hat sicherlich vorwiegend mit der ersten Saison 2014/15 zu tun, wo die deutschen Teams unterdurchschnittlich schlecht abschnitten", sagte Baumann. Das Ranking errechnet sich jeweils über drei CHL-Saisons.

Auch die Pinguine hatten sich 2014 als einer der 26 Gründungsmitglieder für vier garantierte Spielzeiten eingekauft und dafür eine Lizenzgebühr (80.000 Euro) gezahlt. "Diese Gebühr erhalten wir jetzt zurück, die damals als Startkapital für die CHL eingesammelt worden war", erklärte der Krefelder Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz. Dass die Pinguine im kommenden Jahr nur noch teilnehmen können, wenn sie das Play-off-Finale erreichen oder Hauptrundensieger werden, bedauert er: "Es hätte aber nichts gebracht, wenn wir gegen die Reform gestimmt hätten. Die große Mehrheit war ja dafür."

Im Vorjahr erreichte kein DEL-Vertreter die Runde der besten 16. Das soll sich diesmal ändern. "Man braucht nicht in einer Liga mit dem Namen Champions antreten, um dann nicht die beste Leistung zeigen zu wollen", sagte Ingolstadts Geschäftsführer Claus Gröbner. Der neue Coach der Adler Mannheim, Sean Simpson, versprach: "Wir gehen mit voller Power an die Champions League ran."

Die Krefeld Pinguine, die es in ihrer Dreiergruppe neben den starken Finnen noch mit dem HC Vitkovice Ostrava aus Tschechien zu tun bekommen, wollen nach zwei vergeblich Anläufen endlich mal die erste Play-off-Runde erreichen. "Die CHL-Spiele sind wie Play-offs. Und darauf freuen wir uns riesig", sagt Trainer Franz Fritzmeier.

Quelle: RP
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