Coach Brunner übernimmt das Amt Kommas: Eishockey: Sportdirektor Komma ist neuer DEG-Trainer
zuletzt aktualisiert: 04.10.2001 - 19:16Düsseldorf (rpo). Sportdirektor Michael Komma ist neuer Trainer der Düsseldorfer EG in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), der bisherige Coach Gerhard Brunner übernimmt dafür das Amt Kommas.
Das ist das Ergebnis einer knapp neunstündigen Krisensitzung des achtmaligen deutschen Meisters, die der Vorstand nach der vierten Niederlage im fünften Heimspiel am Mittwoch (2:4 gegen die Moskitos Essen) einberufen hatte.
Komma soll ab Freitag das Training der DEG leiten, im Heimspiel gegen die Eisbären Berlin am Donnerstag aber schon alleine hinter der Bande stehen. Der Ex-Manager soll am Freitag einen neuen Vertrag bis Juni 2003 unterzeichnen. Brunners Kontrakt bis 2002 zählt weiterhin. Der Bad Tölzer, der den Traditionsklub zum Aufstieg in die DEL geführt hatte, war insgesamt 601 Tage und bei 95 Pflichtspielen im Amt.
"Diese Entscheidung entspricht meinem eigenen Wunsch. Ich habe nicht mehr an meinem Job gehangen. Vielleicht kann Michael Komma mehr bewegen als ich. Ich habe mir als Trainer nichts vorzuwerfen, deshalb ging mir die Sache ganz schön an die Nieren", sagte Brunner. "Die Lösung war nicht einfach, aber die Fans waren absolut gegen Brunner. Ich erwarte jetzt von der Mannschaft, dass sie endlich eine Leistungssteigerung zeigt", meinte Komma nach der Marathon-Sitzung. Die Entscheidung der Kompetenzverschiebung war vom Vorstand und der Geschäftsführung einstimmig getragen worden.
Nach der Heimpleite gegen Essen hatten noch Stunden nach dem Spiel Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp, Komma und Brunner über Konsequenzen diskutiert. Komma hatte auf der Pressekonferenz, zu der Brunner gar nicht mehr erschien, die Spieler ins Visier genommen: "Sie haben wunderschöne Autos und Wohnungen, bekommen ihr Geld immer pünktlich, aber die Leistung ist nicht entsprechend. Jetzt ist es Zeit, endlich Tacheles zu reden." Auch die Mannschaft stand zuletzt nicht mehr hinter Brunner, der nun kommende Verträge mit den Akteuren aushandeln muss. Verteidiger Mike Pellegrims erklärte vielsagend: "Ich weiß, woran es liegt. Aber ich kann es nicht in der Öffentlichkeit sagen."
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