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Eishockey
Darum findet die Olympia-Quali im Sommer statt

Deutschland scheitert im Viertelfinale an Russland
Deutschland scheitert im Viertelfinale an Russland FOTO: ap, PAG IAS
Riga. In Deutschland herrschen teilweise noch hochsommerliche Temperaturen und gerade erst sind die Olympischen Sommerspiele von Rio beendet, da wird schon wieder Eishockey gespielt. Der ungewöhnliche Zeitpunkt des Qualifikationsturniers für die Winterspiele 2018 liegt an der NHL.

Der eigentliche Termin für die Qualifikation wäre im Februar 2017 gewesen - genau ein Jahr vor Olympia. Da die nordamerikanische Profiliga - die beste der Welt - sich dann aber mitten in der Saison befindet, terminierte der Weltverband IIHF die Turniere diesmal vor den Saisonstart in Nordamerika. So haben alle Teams die Möglichkeit, auch wirklich ihre besten Spieler ins Rennen zu schicken.

Bei Olympia waren zuletzt schließlich auch immer die Superstars aus der NHL dabei. Ob die Liga auch 2018 wieder pausiert, ist noch unklar. Der südkoreanische Markt gilt als wenig lukrativ. "Aber auszusteigen kann auch keine Lösung sein, denn China 2022 ist wieder ein Markt. Und eine Pause - also nur in Pyeongchang nicht zu spielen - das macht ja auch keinen Sinn", sagte DEB-Präsident Franz Reindl zu den laufenden Verhandlungen zwischen IIHF, IOC und NHL. Reindl ist Mitglied des IIHF-Vorstandes und verfolgt die Verhandlungen hautnah.

"Es wäre sehr schade, wenn den Spielern die Chance genommen wird, an Olympia teilzunehmen, weil das einfach eine einzigartige Erfahrung ist", sagte NHL-Verteidiger Dennis Seidenberg, der bereits 2002, 2006 und 2010 für Deutschland bei Olympia dabei war. Der 35-Jährige, 2011 mit Boston Stanley-Cup-Sieger, ist einer von sieben NHL-Spielern im aktuellen Kader des Deutschen Eishockey-Bundes. Wegen der NHL-Sommerpause gilt das aktuelle Aufgebot nominell als eines der besten überhaupt in der DEB-Geschichte.

(dpa)
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