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Düsseldorfer EG
Daschner nimmt der DEG den Vorteil

Düsseldorfer EG: Daschner nimmt der DEG den Vorteil
Verteidiger Stephan Daschner stand in der Partie gegen Wolfsburg im Fokus. FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Wolfsburg hat ausgeglichen. Nach dem 4:1-Sieg in Wolfsburg verlieren die Düsseldorfer das Heimspiel mit 2:3. Am Ende schrammt ein zuvor gutes, packendes Spiel haarscharf am Skandal vorbei. Von Thomas Schulze

Es wird die erwartet knappe Serie. Die Düsseldorfer EG unterliegt vor knapp 9000 Zuschauern gegen Wolfsburg Grizzlys im zweiten Viertelfinale mit 2:3 (1:1, 1:2, 0:0). Am Sonntag (14.30 Uhr/Liveblog) findet das dritte Spiel in Wolfsburg statt.

Die Fans waren schon vor der Partie im Play-off-Modus. Sie waren, wie es Trainer Christof Kreutzer gefordert hatte, in puncto lautstarker Unterstützung bereit, alles zu geben. Aber auch auf dem Eis gab es kein Abtasten, sondern von der ersten Sekunde an temporeiches, kampfbetontes Eishockey. Die kalte Dusche nach 107 Sekunden war für die Düsseldorfer aber kein Schock, wohl aber ein deutliches Warnsignal. Die Mannschaft hat aber während der Saison oft genug bewiesen, dass solch ein Rückstand sie nicht hemmt oder gar knickt. Sie drängte sofort auf den Ausgleich und wurde belohnt. Gegen den fulminanten Schuss des Amerikaners Drayson Bowman war Torhüter Felix Brückmann machtlos. Es war ein enorm ausgeglichenes Spiel, in dem die Gäste zunächst sogar die besseren Chancen hatten, doch die DEG hatte in Mathias Niederberger erneut ihren großen Rückhalt. Die Gastgeber hatten Pech, dass einem Treffer durch Alexander Preibisch die Anerkennung verwehrt wurde.

Zu Beginn des Mittelabschnitts hatten sie noch größeres Pech, als die Schiedsrichter ein Tor der Gäste gaben. Zwar entschieden sie richtig, dass kein Wolfsburger im Torraum stand, doch dass Torhüter Niederberger zuvor die Kelle geklaut worden war, hatten sie schlichtweg übersehen. Aber auch Verteidiger Stephan Daschner, der nach sechswöchiger Verletzungspause sein zweites Spiel innerhalb von 48 Stunden absolvierte, war an dem Gegentreffer nicht ganz unschuldig, saß er doch unnötigerweise auf der Strafbank. Doch die Düsseldorfer antworteten erneut prompt. Der 36 Jahre alte Kanadier Norm Milley, der im Sommer aus Wolfsburg kam, wo er zuvor sieben Jahre lang gespielt hatte, tanzte Brückmann aus und schob zum 2:2 ein. Die Zuschauer waren restlos begeistert und peitschten die DEG weiter nach vorne. Kurz vor der zweiten Pause war es auch Daschner, der seiner Mannschaft durch einen völlig unnötigen Stockschlag ein Überzahlspiel vermasselte. Schlimmer noch, die Gäste gingen zu diesem ungünstigen Zeitpunkt zum dritten Mal in Führung.

Die DEG musste im Schlussdrittel kommen. Würde sie auch zum dritten Mal in diesem Spiel einen Rückstand egalisieren können? Um ein Haar wäre die Chance rapide gesunken, denn Fausers Schuss klingelte am Pfosten. Die Gäste drängten auf die Entscheidung, doch der starke Niederberger verhinderte sie mehrmals. Als die schwachen Schiedsrichter sechs Minuten vor Schluss eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Alexander Preibisch aussprachen, kochte die Fanseele. So aufgebracht hat man das Düsseldorfer Publikum lange nicht gesehen.

Quelle: RP
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