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Düsseldorfer EG
Eine Stadt im Eishockey-Fieber

DEG gegen Hamburg: eine dramatische Serie in Bildern
DEG gegen Hamburg: eine dramatische Serie in Bildern FOTO: dpa, ahe fpt
Düsseldorf. Innerhalb weniger Stunden wurden schon 9000 Karten für das Halbfinale gegen Meister Ingolstadt verkauft. Stehplatz-Tickets gibt es nicht mehr. Am Sonntag und Gründonnerstag hat die DEG Heimrecht. Von Thomas Schulze

Die Zeiten haben sich geändert. Die Älteren unter den Eishockeyfans erinnern sich noch daran, dass früh morgens um sechs Uhr sich vor dem Kartenservice Sültenfuß und vor Sport Thelen in Flingern lange Schlangen bildeten, um Karten für ein DEG-Spiel zu ergattern. Zwei Stück pro Person wurden verkauft, damit möglichst viele der Wartenden eines der begehrten Tickets erhielten.

Im Zeitalter des Internet ist nicht langes Standvermögen, sondern Schnelligkeit gefragt. Kaum war die Schlusssirene in Hamburg ertönt und der Einzug ins Halbfinale durch den 2:1-Sieg der DEG perfekt, da begann der Vorverkauf für die beiden Heimspiele gegen den ERC Ingolstadt am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) und Gründonnerstag (19.30 Uhr). Die Stehplätze sind längst ausverkauft, für das erste Heimspiel bereits 9000 Karten verkauft.

"Es ist unglaublich, was in diesen Tagen in Düsseldorf passiert", sagt DEG-Geschäftsführer Jochen A. Rotthaus. "Die ganze Stadt steht geschlossen hinter der Mannschaft. Düseldorf ist in diesen Tagen Rot-Gelb. Es wäre toll, wenn wir vor vollem Haus spielen würden. Das wäre super für die Jungs, das haben sie sich verdient."

Volles Haus - das waren früher an der Bremstraße 10.500 Fans, heute im ISS-Dome haben 13.400 Platz. Damit ist klar: am Sonntag winkt der DEG ein neuer Zuschauer-Hallenrekord. Den Europa-Rekord für ein Ligaspiel hält sie seit dem Winter Game gegen Köln mit 51.500 Fans in der Esprit-Arena bereits.

Dass der ISS-Dome am Sonntag rappelvoll wird, ist ziemlich sicher, denn es herrscht Eishockey-Fieber. Am Dienstag hatten nämlich nicht nur 400 Fans das Team nach Hamburg begleitet, sondern Tausende fieberten vor den Fernsehern und im Internet mit. Eishockey-Rudelgucken war angesagt – in der Altstadt, aber auch in vielen Eckkneipen wurde gejubelt, als der Einzug ins Halbfinale perfekt war.

Es hat viele Jahre gedauert, ehe die Stimmen verstummten, die von den Zeiten an der zwar stimmungsvollen, aber eben auch kalten, zugigen, dreckigen Brehmstraße schwärmten und diese Zeit glorifizierten. Inzwischen ist eine neue Generation herangewachsen, die die Freude am Eishockey entdeckt. So hat sich die Stimmung seit dem Winter Game stark gewandelt, was auch Trainer Christof Kreutzer registriert hat. "Ich weiß gar nicht, wer das Märchen erfunden hat, dass es im Dome keine Stimmung geben kann", sagt der Coach. "Die Stimmung zuletzt war grandios." Und sie wird es Sonntag wieder sein.

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