| 22.47 Uhr

Düsseldorfer EG
DEG feiert gegen Iserlohn einen großen Sieg im Karnevalstrikot

DEL 15/16: DEG- Iserlohn
DEL 15/16: DEG- Iserlohn FOTO: dpa, mjh tba
Düsseldorf. Die Düsseldorfer tun wirklich alles, damit ihre Fans an den bevorstehenden Tollen Tagen richtig Spaß haben. Sie besiegen die Sauerländer im ausverkauften ISS-Dome nach 3:4-Rückstand mit 7:4. Von Thomas Schulze

Von der Dramaturgie hätte es besser nicht sein können. Die DEG führt 2:0, liegt dann 2:3 und 3:4 zurück und gewinnt dann 7:4 gegen die Iserlohn Roosters. Ein großer Eishockey-Abend, den die Fans nicht so schnell vergessen werden.

Zumal es alles andere als ein normales Eishockeyspiel war. Zur größten Karnevalsparty der Landeshauptstadt war ein Großteil der 13.205 Zuschauer verkleidet gekommen und bester Stimmung. Erstmals war der ISS-Dome bei einem Ligaspiel ausverkauft, bei dem der Gegner nicht aus Köln kam. Obwohl die Konstellation schon etwas verrückt war, denn es trafen die beiden Überraschungsmannschaften der Liga zu Duell der Verlierer aufeinander. Beide hatten zuletzt geschwächelt, die DEG drei Mal, die Iserlohner gar vier Mal in Folge verloren. Hinzu kam, dass die Düsseldorfer stark ersatzgeschwächt antraten und in Stephan Daschner, Tim Schüle und Joonas Rönnberg drei ihrer sechs Stammverteidiger ersetzen musste. Die beiden jungen Stürmer Marcel Brandt und Manuel Strodel spielten in der Abwehr und machten einen guten Eindruck.

Wie eng es zuging, zeigte die zehnte Minute. Zunächst zog Edi Lewandowski auf und davon, umspielte Iserlohns Torhüter Chet Pickard, doch die Scheibe ging am Tor vorbei. Auf der anderen Seite hatte Chris Connolly den Torschrei auf den Lippen, doch DEG-Torhüter Mathias Niederberger parierte wie von Zauberhand. Dann aber machte es Lewandowski besser und brachte sein Team mit einem herrlichen Schuss in den Winkel in Führung.

Im Mittelabschnitt nutzten die Gastgeber ihr zweites Überzahlspiel zum 2:0. Es war ein reiner Willensakt, wie Chris Minard die Scheibe mit großem körperlichen Einsatz ins Tor arbeitete.

Dieser Vorsprung kam der DEG natürlich recht, deren Spiel von einer starken Defensivleistung lebt. Es passte ins Bild, dass sie den Anschlusstreffer durch Maceks Break ausgerechnet kassierte, als sie beim dritten Überzahlspiel auf das 3:0 drückte. Das war bitter, aber ein Schuss vor den Bug. Anstatt der möglichen Vorentscheidung war die Partie wieder völlig offen. Die Iserlohner nutzten das Momentum, das nun auf ihrer Seite war zum Ausgleich durch einen knallharten Schlagschuss von York. Und dann hatten die Sauerländer auch noch großes Glück, als die Scheibe bei Caporussos eigentlich harmlosem Schuss so unglücklich vor den Schlittschuh von Verteidiger Tim Conboy prallte, dass sie ins Tor ging.

Die Gäste hatten das Spiel gedreht und gingen mit einer 3:2-Führung ins Schlussdrittel. Die DEG ist dafür bekannt, dass sie nie aufgibt, immer wieder zurück kommt. So auch diesmal, als Drayson Bowman zum 3:3 traf. Doch der DEG unterlief der gleiche Fehler wie im Mittelabschnitt. In Überzahl drängte sie auf die Führung und wurde nach einem Scheibenverlust von Brandt eiskalt ausgekontert.

Der K.o.? Nicht für die DEG. Sie glich durch Ken Olimb zum 4:4 aus. Als Corey Mapes das Team dann mit 5:4 in Führung brachte, glich der ISS-Dome einem Tollhaus. Erst recht, als Marcel Brandt und Ken Olimb für die Entscheidung sorgten. Nach der Schlusssirene: Party pur.

Quelle: RP
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