| 19.43 Uhr

Düsseldorfer EG
DEG findet in die Erfolgsspur zurück

DEL 15/16: DEG - München
DEL 15/16: DEG - München FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Die Düsseldorfer sind für das Derby am Freitag gegen die Kölner Haie gerüstet. Nach zwei Niederlagen in Folge feiert die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer einen überzeugenden 4:1-Sieg gegen München. Von Thomas Schulze

Münchens Trainer Don Jackson war angefressen. Aber er ist ein Gentleman. "Wir haben gegen seine sehr starke DEG verloren", sagte er. "Wir haben zu viele Strafen genommen, das hat uns das Spiel gekostet." Sein Düsseldorfer Kollege Christof Kreutzer war nach dem 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)-Erfolg im Spitzenspiel der Deutschen Eishockey Liga natürlich sehr zufrieden: "Es war für uns ein wichtiges Spiel. Wir haben es so runtergespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten. Unser Unterzahlspiel war heute sehr gut."

Wenn der Tabellendritte und der -vierte aufeinander treffen, so handelt es sich um ein Topspiel auf Augenhöhe. Dass es entsprechend eng zugehen würde, deutete sich in der Anfangsphase an, zum Beispiel als DEG-Stürmer Chris Minard die Latte traf. So waren nicht nur Einsatzfreude und spielerische Qualität gefragt, sondern auch Disziplin und Nervenstärke.

DEG behält die Nerven

Die bewies Verteidiger Joonas Rönnberg, nachdem er gefoult worden war. Nach der angezeigten Strafe gegen den Münchner Steve Pinizzotto versuchte dieser mit einer lautstarken Provokation, den Finnen zu einem Schlagabtausch zu bewegen, doch Rönnberg blieb eiskalt. Das zahlte sich aus, denn in Überzahl brachte Norm Milley seine Mannschaft in Führung. 99 Sekunden vor der ersten Pause erhöhte Alexander Preibisch auf 2:0. Alexei Dmitriev hatte Münchens Torhüter Danny aus den Birken derart gefordert, dass Preibisch die Scheibe nur noch ins leere Tor zu schieben brauchte.

Im Mittelabschnitt drängten die Gäste aus der bayerischen Metropole auf den Anschlusstreffer, doch die DEG stand defensiv gut und spulte ihr Programm jetzt souverän ab. Im Stile einer Spitzenmannschaft lauerte sie auf ihre Chance, die erneut in Überzahl kam. Als Manuel Strodel auf 3:0 erhöhte, bedeutete das die Vorentscheidung, zumal die Gastgeber sich in der Abwehr nur selten eine Blöße gaben – und wenn die Münchner einmal durchkamen, war beim zuverlässigen, erneut sehr starken Torhüter Mathias Niederberger Endstation.

Einen Warnschuss kassierte die DEG dann aber zwei Minuten vor der zweiten Pause durch den Treffer von Tobias Wörle. Da wurden Erinnerungen bei der DEG geweckt, die in Hamburg 48 Stunden zuvor ebenfalls 0:3 zurück gelegen, dann ausgeglichen, aber am Ende noch 3:4 verloren hatte.

Düsseldorfer Defensive steht

Den zweiten Gegentreffer galt es nun im Schlussdrittel zu vermeiden. Das gelang der DEG dank einer konzentrierten, starken Defensivleistung. Da blieb den Gästen nichts anderes übrig, als zwei Minuten vor dem Ende den Torhüter aus dem Kasten zu nehmen. Edi Lewandowski markierte so den vierten Treffer ins leere Gehäuse.

"So gewinnt man die engen Spiele", sagte Torhüter Niederberger lächelnd. "Ich wusste schon heute Morgen, dass es schwer für München werden würde, uns zu schlagen. Wir waren gut vorbereitet und bereit, entsprechend selbstsicher und konzentriert haben wir gespielt."

Die Erfolgsserie der DEG wirkt sich weiterhin positiv aus. Die Eishockeycracks sind Thema in der Stadt und die Zuschauerzahlen steigend. Am Sonntag kamen gegen Red Bull München 6894 Fans in den ISS-Dome, darunter auch Manfred Breuckmann. "Ich bin das erste Mal seit 15 Jahren wieder beim Eishockey", sagte der ehemalige Rundfunk-Reporter lachend. Gut möglich, dass er bald wieder kommt. Die Partie am Freitagabend gegen die Kölner Haie ist allerdings längst ausverkauft

Quelle: RP
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